Emanuel Rothschild (1895)

Emanuel Rothschild wurde am 21.06.1895 in Alzenau geboren und lebte in Hörstein, Aschaffenburg, Frankfurt am Main.

Seine Eltern waren Rothschild Rosina geb. Mayer (14.12.1853–10.12.1937) und Rothschild, Rothschild II David (22.03.1850–18.12.1915).

Weitere Angaben aus den Quellen: 1905 bis 1906 Realschüler in Aschaffenburg [1046] Aus Überzeugung Emanuel Rothschild ist verstorben und Eintracht Frankfurt trauert um das langjährige Vorstandsmitglied, das nach dem Krieg dafür sorgte, dass die Eintracht wieder den Spielbetrieb aufnehmen konnte. Dabei war es bereits fast ein Wunder, dass Emanuel Rothschild als einer von wenigen Juden in Frankfurt den Zweiten Weltkrieg überlebt hatte. Er war nach der Reichspogromnacht am 9. November 1938 verhaftet und am 14. November in das KZ Dachau gebracht worden. (Das Datum seiner Entlassung ist nicht feststellbar.) Teilweise geschützt durch seine "Mischehe" - seine Ehefrau Elise war christlichen Glaubens – wurde das Ehepaar Rothschild zwecks Ghettoisierung innerhalb Frankfurts zum Umzug gezwungen; als Anfang 1945 dann auch mit der Deportation der Juden aus "Mischehen" begonnen wurde, tauchte Emanuel Rothschild unter und überlebte in einem Versteck. Am 17. Dezember 1945 erfolgte dann die Auflösung aller Sportvereine. "Damit sollte ein Schlussstrich unter die NS-Vergangenheit des deutschen Sports gezogen werden. Lokale Neugründungen waren bei den örtlichen Militärbehörden mit einem Entnazifizierungsnachweis der Vorstandsmitglieder zu beantragen." (Zitat aus "Wir waren die Juddebube" von Matthias Thoma.) Und die Lizenz für die Neugründung der Eintracht erwarb niemand anders als Emanuel Rothschild, der seit den 1920er Jahren Mitglied bei der Eintracht war und Frankfurt und Deutschland trotz der schrecklichen Erlebnisse nicht den Rücken gekehrt hatte. Die Eintracht tritt am Samstag gegen Gladbach wegen des Todes ihres Ehrenmitgliedes selbstverständlich mit Trauerflor an und in der 10. Spielminute wird das Spiel zum Gedenken an Emanuel Rothschild für eine Minute unterbrochen werden. Quelle: Eintrag Frankfurt 13.09.1975.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.