Frommet Berney (1773 - 1827)

Frommet Berney wurde am ca. 1773 in Oberaltertheim (Altertheim) geboren und lebte in Oberaltertheim, Laudenbach bei Karlstadt.

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Berney Moses.

Ihr Kind war Berney Hanna (ca. 1807–25.10.1870).

Sie starb am 07.06.1827 in Laudenbach bei Karlstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Frommet wird in Oberaltertheim als Tochter des Schlomo Jakob im Jahr 1773 geboren. Sie heiratet im Jahr 1799 ihren Ehemann Moyses von Laudenbach. Es existiert ein Heiratsbrief, übersetzt aus dem Hebräischen von Gabriel Abraham, Voithscher Schutzjude aus Laudenbach, Zeuge ist link(Israel Jakob# 42472) (Archiv Juliusspital 16392). Im Jahr 1803 gibt es eine detaillierte Angabe über die Familien- und Vermögensverhältnisse von Frommet und Moses: Moses ist nun 26 Jahre alt und handelt mit Vieh. Er hat eine Frau und einen Sohn mit 6 Monaten. Sein Vermögen wird mit 400 fl. angesetzt. An jährlichen Abgaben an die Herrschaft muss er 15 fl., an die jüdische Gemeinde 7 ½ fl. entrichten (StAW Gebr.-Akten Rep. VII Lit W 1606). In der Matrikelliste von Laudenbach aus dem Jahr 1817 muss Moses seinen Namen ändern. Er nennt sich jetzt mit Familiennamen Berney (StAW Reg. v. Ufr. 8432). Die Familie wohnt in der Hausnummer 58 im juliusspitälischen Hof von Laudenbach (Lehenbuch des Juliusspitals Laudenbach Band I 1834). Moses und Frommet haben gemeinsam 8 Kinder, zwei von ihnen sterben bei der Geburt und im frühen Kindesalter: Sohn (Name unbekannt), geboren 1803 Hannchen, geboren 1807, später verheiratet mit Maier Rosendorf von Laudenbach Aron Löw, geboren 1811 link(Giedel (Gittel)#42631), geboren am 14.11.1812 [1108] Eisick Isak, geboren 1815, gestorben 4.3.1819 [1108] Tochter (Name unbekannt), geboren am 3.11.1819, stirbt bei der Geburt [1108] Sara, Geburtsdatum unbekannt Karolina, Geburtsdatum unbekannt Frommet stirbt am 7. Juni 1827 mit 54 Jahren, der Handelsjude und Witwer Moses Berney stirbt nur drei Monate später am 2.9.1827 mit 47 Jahren (StAW: Jüdisches Standesregister Laudenbach 67). In seinem Todesjahr 1827 bittet Moses den Landrichter von Karlstadt inständig, er möge ihm seinen einzigen noch lebenden Sohn Aron Löw zum Einkauf für seine Ladenwaren und zur Eintreibung von Ausständen erhalten. Moses sei schon 2 Jahre lang krank und bettlägerig, deshalb brauche er ihn dringend für den Nahrungserwerb der Familie. Der Landrichter lehnt das Gesuch ab (StAW Reg. v. Ufr. 8432). Im Besitz von Hausnummer 58 sind jetzt „Moses Berney Relikten“ (Lehenbuch des Juliusspitals Laudenbach Band I 1834) Im Jahr 1829 werden Aron, Sara, Hannchen und Karolina als Erben ihrer Eltern Frommet und Moses Berney genannt (StAW LRA Kar 4585).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.