Otto, Otto Siegfried Strauß wurde am 19.04.1894 in Obermoschel geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Obermoschel, Aschaffenburg, Würzburg, Kaiserslautern, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Strauß Max (20.09.1902) und Strauß Johanna, Johannetta geb. Rothschild, Rotschild (15.04.1859–11.06.1937).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Der Kaufmann Otto Siegfried Strauß war kaufmännischer Angestellter in der Kleiderfabrik Robert Strauß. Er war das zweite Kind des Pferdehändlers Max Strauß und seiner Ehefrau Johanna, geborene Rothschild, aus Obermoschel. Nach Aschaffenburg zog er erstmals am 6. November 1934 aus Kaiserslautern. [1052] Otto Strauß nahm als Gefreiter im Bayerischen Armee-Korps Zug 119 (Flak-Batterie) vom 15. September bis zum 11. Dezember 1915 in Serbien und vom 25. Februar bis zu 30. März 1917 in Flandern am 1. Weltkrieg teil. Er war Träger des König-Ludwig-Kreuzes. Am 24. April 1935 wurde ihm durch den Stadtrat von Aschaffenburg das Ehrenkreuz für Frontkämpfer verliehen. [1046] 1941 wurde er inhaftiert, Arbeitseinsatz. Am 26. März 1942 richtete das Lenkradwerk Gustav Petri in Aschaffenburg, bei dem Otto seit 20. Oktober 1941 mit zwei anderen Juden als Hilfsarbeiter eingesetzt war, ein Gesuch an die Gestapo Würzburg, `die drei Juden (Anm.: Otto Strauß, Emil Goldschmitt, Siegfried Solinger) bei uns belassen zu wollen`. Grund sei sei der Arbeitskräftemangel durch Einzug zur Wehrmacht. Darauf folgender Vermerk in den Gestapoakten, der wahrscheinlich - wie in einem anderen Fall - `fernmündlich` dem Oberbürgermeister mitgeteilt wurde: `Dem Gesuch kann nicht stattgegeben werden`. [1090] Am 25. April 1942 wurde Otto Strauß über Würzburg nach Krasniczyn deportiert und später für tot erklärt. [1003] [1056].