Josef Michael Wolfrom wurde am 21.11.1913 in Kleineibstadt geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Kleineibstadt, Bern, Frankreich, Fort Valerien, Heßdorf, Karlsruhe, Paris. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Er starb am 09.02.1942 in Mont Valerien.
Weitere Angaben aus den Quellen: Josef Wolfrom kam 1913 als Sohn von Abraham und Paulina Wolfrom, geb. Adler in Kleineibstadt auf die Welt. Er hatte einen älteren Halbbruder Edgar (1905) und eine jüngere Schwester Irene (1916). Nach dem Tod des Vaters 1928 geriet die Familie in wirtschaftliche Schwierigkeiten, so dass jeder für sich versuchen musste, sich durchzuschlagen. Nach seiner Schulzeit in Kleineibstadt zog Josef Wolfrom zunächst nach Bad Neustadt und dann nach Heßdorf, um dort bei einem jüdischen Metzger in die Lehre zu gehen. Im Anschluss arbeitete er in Heßdorf noch als Metzgergeselle, zog dann aber im Sommer 1934 nach Karlsruhe. Anderthalb Jahre später verließ er Karlsruhe und floh nach Bern/Schweiz. Später ging er nach Paris. 1940 erkannte man ihm die deutsche Staatsbürgerschaft ab. In Paris wurde er Anfang 1942 wegen Mordes an dem Emigranten Arthur Lewy zum Tode verurteilt. Wenig später wurde das Urteil in Fort Valerien vollstreckt. Seine Mutter und sein Bruder wurden ermordet, seiner Schwester gelang die Flucht nach Palästina. Quelle: StA Würzburg Gestapo 17685, Auskunft des Archivs vom 22.02.2021.