Leopold Flamm (1873 - 1942)

Leopold Flamm wurde am 28.09.1873 in Nenzenheim, Stadtteil von Iphofen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Nenzenheim, Nürnberg, Ghetto Theresienstadt, Kitzingen. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Flamm Emma geb. Eisenmann und Flamm Koschmann.

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Flamm Jakobine; Jettchen geb. Königshöfer.

Seine Kinder waren Flamm Kurt Jacob (05.10.1910–12.2003), Willner Lilli geb. Flamm (06.07.1908–26.03.1942), Flamm Martha (07.10.1909) und Flamm Ernst Wilhelm (10.11.1914).

Er starb am 24.11.1942 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Leopold Flamm kam am 28. September 1873 als Sohn von Koschmann und Emma Flamm, geb. Eisemann, in Nenzenheim zur Welt. Seine Kindheit verbrachte Leopold mit sechs Geschwistern an seinem Geburtsort. Nach 1900 zog er nach Kitzingen, wo er eine Papier- und Kellereiartikelhandlung eröffnete. Seit 1906 war er mit Jettchen Königshöfer aus Frankfurt am Main verheiratet. Das Paar hatte vier Kinder: Lilli (1908), Martha (1909) und Kurt (1910) kamen in Kitzingen, Ernst Wilhelm (1914) in Nürnberg zur Welt. In der mittelfränkischen Metropole lebte die Familie ab 1913. In der Bauerngasse 21 betrieben die Eheleute zwischen 1929 und 1938 erneut eine Papierwarenhandlung, ehe ihnen diese Tätigkeit von den Nationalsozialisten untersagt wurde. Im September 1942 wurden beide nach Theresienstadt deportiert, wo Leopold Flamm am 24. November 1942 verstarb. Jettchen überlebte die Shoa, wanderte 1946 nach Frankreich und später nach Israel aus. Dort lebten ihre Kinder Martha und Ernst Wilhelm. Kurt war zwischenzeitlich in den USA wohnhaft, nur Lilli, die 1941 nach Riga deportiert worden war, wurde ebenfalls Opfer der Shoa. Sie wurde am 26. März 1942 in einem Wald nahe Riga erschossen.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.