Richard Hamburger (1931 - 1940)

Richard Hamburger wurde am 03.01.1931 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Burgsinn, Mannheim, Gemünden am Main, Anstalt Eglfing-Haar, Tötungsanstalt Hartheim. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Hamburger Hugo (09.11.1888) und Hamburger Elsa geb. Freundlich (16.11.1894).

Er starb am 20.09.1940 in Hartheim.

Weitere Angaben aus den Quellen: Am 3. Januar 1931 kam in Würzburg Richard Hamburger als Sohn von Elsa Hamburger, geb. Freundlich, sowie deren Ehemann Hugo zur Welt. Die Familie lebte in Burgsinn, wo Richard mit seinen Geschwistern Hilde, Johanna und Fritz Walter aufwuchs. Richard Hamburger litt an Epilepsie. Als Ende der 1930er Jahre die Repressionen der Nationalsozialisten gegen die jüdischen Bürger in Burgsinn immer weiter zunahmen, Hugo Hamburger und sein Bruder sogar für einige Tage verhaftet wurden, begann die Familie mit Ausreiseplänen. Am Abreisetag - die Familie befand sich bereits auf dem Schiff, das sie in die USA bringen sollte - erlitt Richard einen epileptischen Anfall. Das Bordpersonal zwang die Familie, die Reise nicht anzutreten, da das Deutsche Reich die Emigration von Menschen mit Behinderung verboten hätte. So kehrte die Familie nach Burgsinn zurück, um eine erneute Ausreise vorzubereiten. Nachdem man Richard kurzzeitig bei Verwandten in Mannheim untergebracht hatte, kam er in das St. Josefshaus nach Gemünden. Am 4. September 1940 kam er von dort gemeinsam mit fünf weiteren Kindern in die Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar, von wo aus er am 20. desselben Monats in die Tötungsanstalt Hartheim nach Österreich deportiert wurde. Er starb noch am Ankunftstag in der Gaskammer dieser Einrichtung. © Johanna-Stahl-Zentrum, 2020.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.