Jakob Krämer wurde am 13.09.1881 in Gerolzhofen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Gerolzhofen, Wiesenbronn, Frankfurt am Main, unbekannter Ort, Hammelburg. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Krämer Emma geb. Weikersheimer, die Ehe wurde am 1919 geschlossen.
Er war in 2. Ehe verheiratet mit Krämer Selma geb. Fleischhauer, die Ehe wurde am 1937 geschlossen.
Sein Kind war Kramer Justin Herman geb. Krämer (07.02.1920–20.05.2016).
Er starb am 1942/1945 in unbekannt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Jakob Krämer wurde 1881 als Sohn von Isaak Löb und Johanna Krämer, geb. Mai, in Gerolzhofen geboren. Er wuchs mit fünf Geschwistern auf. Nach Beendigung der Schule absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung in einem Textilwarengeschäft in Hammelburg. 1919 heiratete er Emma Weikersheimer und etablierte sich mit ihr in Wiesenbronn. Dort wurde 1920 als einziges Kind der Sohn Justin geboren. Jakob Krämer führte ein Kolonial-, Schnitt- und Textilwarengeschäft im Haus 78/79, wo die Familie auch wohnte. Angesichts der gegen die Juden aufgeheizten Stimmung im Ort bekam die Familie die Folgen der NS-Politik schnell zu spüren. Bereits mit 14 Jahren verließ der Sohn Justin 1934 sein Elternhaus und zog nach Burgsinn. Zwei Jahre später konnte er von dort zu einem Onkel in die USA emigrieren. Emma Krämer starb im Februar 1936. Ein Jahr später heiratete Jakob Krämer seine 2. Frau Selma, geb. Fleischhauer. Sie stammte aus Adelsdorf. Am 23. Dez. 1938, kurz nach dem Novemberpogrom, musste Jakob Krämer sein Geschäft schließen. Nichts hielt ihn mehr in Wiesenbronn. Das Ehepaar Krämer zog Ende Juli 1939 nach Frankfurt a.M. in die Ostendstraße. Von dort wurde Jakob Krämer mit seiner Frau wohl im Juni 1942 deportiert - vermutlich mit dem Transport am 11. Juni, der in den Raum Lublin im besetzten Polen führte. Dort wurde er zu einem unbekannten Zeitpunkt ermordet und zum 08.05.1945 für tot erklärt. Quellen: Gemeindearchiv Wiesenbronn (A 150/X/029) [1083]; Biographie Jakob Krämer (c) Jüdisches Museum Frankfurt; Auskunft des Jüd. Museums Frankfurt vom 15.04.2020; StA Würzburg, WB IV A 3438 (Auskunft des Archivs vom 17.04.2020); HStA Wiesbaden, Abt. 518/20904.