Julius Isaak (1885 - 1936)

Julius Isaak wurde am 01.06.1885 in Grumbach (Glan) geboren und lebte in Grumbach (Glan), Berlin, Aschaffenburg.

Seine Eltern waren Isaak Samuel (etwa 1850) und Isaak Johanna geb. Strauß (etwa 1855).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Isaak Ida geb. Kahn, die Ehe wurde am 26.08.1915 in Aschaffenburg geschlossen.

Seine Kinder waren Isaak Helmut (03.06.1919), Isaak Norbert (08.09.1920) und Hertz Ilse Edith geb. Isaak (25.04.1917).

Er starb am 15.11.1936 in Aschaffenburg.

Die Grabstätte befindet sich im "Jüdischer Altstadtfriedhof in Aschaffenburg".

Weitere Angaben aus den Quellen: Der Schneidermeister Julius Isaak kam erstmals am 10. Oktober 1911 aus Berlin nach Aschaffenburg. Er war der am 1. Juli 1885 in Grumbach Kreis St. Wendel Regierungsbezirk Trier geborene Sohn des Fruchthändlers Samuel Isaak und seiner Ehefrau Johanna, eine geborene Strauß. Von August 1913 bis Februar 1914 war Moritz Gutt bei ihm als Schneidergeselle beschäftigt [1046] Am 26. August 1915 heiratete er in Aschaffenburg die aus Laufersweiler stammende, am 1. August 1885 dort geborene Ida Kahn, Tochter des Kaufmanns Isaak Kahn und seiner Ehefrau Johanna, geborene Levy. Ida kam am 30 Juni 1915 aus Frankfurt nach Aschaffenburg. Trauzeugen waren der Uhrmacher Gottfried Davidsburg, 50 J., Aschaffenburg, Herstallstr. 24, und der Lohnkutscher Philipp Greier, 48 J., Aschaffenburg, Hanauerstr. 2 [1073]. Laut Heiratsregister war Julis Isaak zur Zeit der Hochzeit Infanterist der Reserve und befand sich im militärdienstlichen Aufenthalt in Würzburg. [1073] Aus der Ehe gingen die Kinder Ilse Edith, geboren am 25. April 1917, Helmut, geboren am 3. Juni 1919, und Norbert Josef, geboren am 8. September 1920 hervor. Ilse wurde Kontoristin und heiratete Otto Hertz und verzog am 1. September 1936 nach Braunschweig. Am 18. März 1940 verließ sie Deutschland und reiste am 23. März 1940 von Genua aus auf dem Dampfer ″Washington″ in die USA nach Chicago 6728 Clyde Ave. aus. Das Affidavit stammte vom Ehemann, der auch die Passage bezahlte. Helmut wurde Tüncher, verzog am 30. Juni 1936 nach Gehringshof und wanderte am 26. Juli 1937 nach Palästina aus. Norbert Josef lernte Kaufmann und wanderte am 25. Januar 1937 in die USA nach Chicago 6728 Clyde Ave. aus. [1055) Im 1. Weltkrieg war Julius Isaak vom 1. Juli 1915 bis zum 21. November 1918 Ökonomiehandwerker in der 11. Kompanie des Kriegs-Bekleidungsamts Würzburg. Am 19. Juni 1935 wurde ihm durch den Stadtrat von Aschaffenburg das Ehrenkreuz für Kriegsteilnehmer verliehen. [1046] Julius Isaak verstarb laut amtlicher Todesanzeige Nr. 397 seines Sohnes Helmut vom 16. November 1936 am 15. November 1936 in Aschaffenburg. [1072] Seine Ehefrau wanderte am 28. April 1940 in die USA nach Chicago aus. Das Affidavit stammte von ihrem Sohn Norbert. Die Passage wurde von ihrem Schwiegersohn Otto Hertz bezahlt. Er war Eigentümer des Hauses Aschaffenburg, Badergasse 13 (alte Hausnr. Lit. C 67 1/2) von 1919 bis 1936. [1042].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.