Bernhard Weikersheimer (1896)

Bernhard Weikersheimer wurde am 28.03.1896 in Gaukönigshofen geboren und lebte in Gaukönigshofen, KZ Dachau, England, USA.

Seine Eltern waren Weikersheimer Fanny geb. Rosenfeld (17.06.1869–11.05.1943) und Weikersheimer Löb (1828–1905).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Weikersheimer Fanny geb. Einstein.

Weitere Angaben aus den Quellen: Bernhard Weikersheimer kam 1896 als Sohn von Löb und Fanny Weikersheimer, geb. Rosenfeld, in Gaukönigshofen zur Welt. Er ging zur Volksschule in Gaukönigshofen und danach in Marktbreit zur Handelsschule. Nach dem Abschluss seiner Ausbildung kehrt er zurück in seinen Heimatort und beginnt bei seinem Onkel Enslein Weikersheimer im Viehhandelsgeschäft zu arbeiten. Im Ersten Weltkrieg wurde er durch einen Granatsplitter verwundet und erhielt mehrere Auszeichnungen für seine Kriegsverdienste. Nach Kriegsende war er wieder im Viehhandel in Gaukönigshofen tätig. Als die Verfolgungen während des NS-Regimes zunahmen, bemühte er sich um eine Emigration in die USA. Er wurde am 10.11.1938 verhaftet und ins KZ Dachau gebracht. Bernhard konnte aber nach sechs Tagen wieder freigelassen werden, da er dem SS-Hauptsturmführer Adam Grünewald seinen Mercedes überließ. Am 20.03.1939 wurde er festgenommen und ins Gerichtsgefängnis in Würzburg verbracht. Nachdem er 12.000 Reichsmark Sicherheit leistete, konnte er auch daraus entfliehen. Etwa einen Monat nach seiner Haftentlassung konnte er am 16.07.1939 nach England und von dort in die USA ausreisen. Seine Mutter Fanny konnte mit ihm emigrieren. Sein Vetter, der ebenfalls Bernhard hieß, war bereits nach Palästina ausgewandert.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.