Markus Oestreicher wurde am 28.05.1869 in Aschaffenburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Aschaffenburg, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Oestreicher Hayum, Heinrich (23.01.1834–25.03.1902) und Oestreicher Amalie geb. Heßberg (10.06.1843–17.10.1900).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Oestreicher Antonie geb. Roos, die Ehe wurde am 28.10.1901 in Krombach geschlossen.
Seine Kinder waren Oestreicher Grete (05.11.1909–22.09.1932), Oestreicher Hans Heinrich (22.08.1907) und Thalheimer Anna Amalie geb. Oestreicher (26.07.1902).
Er starb am 17.07.1943 in Theresienstadt.
Die Grabstätte befindet sich im "Jüdischer Altstadtfriedhof in Aschaffenburg".
Weitere Angaben aus den Quellen: Am 28.05.1869 wurde Markus Franz Oestreicher in Aschaffenburg als Sohn des Metzgermeisters Heinrich Oestreicher und seiner Frau Amalia, geborene Heßberg, geboren. Später ergriff er den Beruf seines Vaters, meldete im Juli 1893 in Aschaffenburg ein Gewerbe als Metzger mit Fleischverkauf an und heiratete seine Frau Antonia, geborene Roos, am 28.01.1901. Sie bekamen 3 Kinder, Anna Amalie, die Älteste, geboren am 26.07.1902 in Aschaffenburg (heiratete Franz Thalheimer am 03.10.1928 in Heilbronn, Sterbedatum unbekannt). Außerdem gab es einen Sohn namens Hans Heinrich, benannt nach dem Vater von Markus Oestreicher, geboren am 22.08.1907 in Aschaffenburg. Er heiratete am 07.10.1936 Antonia Wartensleben und schloss eine Ausbildung als Kaufmann ab. Die jüngste Tochter Greta Oestreicher wurde am 05.11.1909 in Aschaffenburg geboren und starb am 22.09.1932 in Nassau. Am 01.09.1911 zog die Familie in die Steingasse 2, wo sich auch der Stolperstein befindet. Die Staatsangehörigkeit war bayrisch und der Erwerb des Bürgerrechts erfolgte am 06.09.1902. Die Familie zog am 27.03.1930 in die Herstallstraße 28 und wurde am 08.09.1942 nach Theresienstadt deportiert. In Theresienstadt starb Markus F. Oestreicher am 17.07.1943. Erwähnt ist er auf dem jüdischen Friedhof in Aschaffenburg, Grab Nummer 116, mit seiner Frau. Er war Eigentümer des Hauses Aschaffenburg, Steingasse 2 (alte Hausnr. Lit. D 102) von 1905 bis 1939. [1042].