Simon Schottenfels (1870 - 1909)

Simon Schottenfels wurde am 19.11.1870 in Frankfurt geboren und lebte in Frankfurt am Main, Aschaffenburg.

Seine Eltern waren Schottenfels Josef und Schottenfels Betty geb. Sulzbach.

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Schottenfels Carolina geb. Dinkelmann.

Seine Kinder waren Schottenfels Cäzilie (01.06.1901–18.05.1903), Schottenfels Betty Bella (30.08.1899) und Schottenfels Johanna (31.01.1909).

Er starb am 21.02.1909 in Aschaffenburg.

Die Grabstätte befindet sich im "Jüdischer Altstadtfriedhof in Aschaffenburg".

Weitere Angaben aus den Quellen: Ende Januar 1909 war Moritz Max, gepr. Rechtspraktikant aus Miltenberg, für etwa einen Monat bei ihm zur Vertretung [1046]. Zum Tod von Rechtsanwalt Simon Schottenfels: (1909) Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. März 1909: "Aschaffenburg, 1. März (1909). Die sterbliche Hülle eines edlen, selbstlosen Mannes und eines ausgezeichneten Jehudi wurde hier zu Grabe getragen. Rechtsanwalt Simon Schottenfels von hier, Enkel des berühmten Rabbi L. Sulzbach aus Darmstadt, den eine tückische Krankheit im Alter von erst 38 Jahren dahinraffte. Ein ansehnliches Trauergefolge, darunter seine hiesigen Kollegen, Gerichtsbeamte und Abordnungen von Vereinen, denen der Verstorbene aktiv angehörte, gab ihm das Geleite zur letzten Ruhestätte. Der Gemeinderabbiner gedachte des vornehmen Charakters des Verstorbenen und insbesondere seines mehrjährigen Wirkens in der jüdischen Gemeindeverwaltung. Justizrat Burger widmete dem verstorbenen namens seiner Berufsgenossen einen tief empfundenen Nachruf. Der Landgerichtsdirektor sprach namens der Richter und schilderte den Heimgegangenen als einen Anwalt, der die ihm anvertrauten Rechtssachen mit großer Pünktlichkeit und Peinlichkeit gewissenhaft erledigte und dadurch sich nicht nur den Dank seiner zahlreichen Mandanten erwarb, sondern auch den Gerichten und der Rechtspflege überhaupt wesentliche Dienste geleistet hat. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens". [1023] Alemannia Judaica Aschaffenburg.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.