Bertha Isaac geb. Heimann (1908 - 2003)

Bertha Isaac geb. Heimann wurde am 25.03.1908 in Schwanfeld geboren und lebte in Schwanfeld, Bad Kissingen, Saugos, Konzentrationslager, Feldafing (DP-Camp), New York, Hollywood, FL, Kassel.

Ihre Eltern waren Heimann Adolf (22.10.1927) und Heimann Theresia geb. Kuhn (10.11.1873–13.06.1930).

Sie starb am 17.10.2003 in Hollywood, FL.

Weitere Angaben aus den Quellen: Bertha Heimann wurde am 25. März 1908 als Tochter des Viehhändlers Adolf Heimann und der Theresia, geb. Kuhn, in Schwanfeld geboren. Sie hatte zwei Brüder namens Arthur und Max sowie eine Schwester Rosa. Mit 25 Jahren, nachdem sie einige Zeit in Kassel gearbeitet hatte, zog sie nach Bad Kissingen, um dort einen Mann zu pflegen. Ihre Eltern waren zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben. Bei der Tätigkeit wurde ihr Isidor Isaac vorgestellt, den sie 1935 heiratete. Im selben Jahr zog das Paar in Isidors Heimat, nach Saugos im litauischen Memelland. Seit März 1939 gehörte dieser Teil Ostpreußens wieder zum Deutschen Reich und wurde von Wehrmachtstruppen besetzt. Bertha Isaac wurde von Soldaten ihr etwa vierjähriger Sohn Arthur entrissen und verschleppt. Die Eltern sahen ihn nie wieder. Noch im selben Jahr wurden die Eltern in verschiedene Lager deportiert, wo sie mehr als fünf Jahre den widrigen Lebensbedingungen trotzten. Bertha Isaacs Cousine Faye Salomon, geb. Rosenstock, berichtete später, dass die Gefangenen im Lager sogar Gras essen mussten. Letztlich überlebten beide - und alle Geschwister Berthas - die Shoa. Isidor Isaac wusste zunächst nichts vom Überleben seiner Frau und suchte zuerst nach deren Angehörigen, so einer Tante Paula Rosenstock. Damals lebte er in einem DP-Camp in Feldafing. Hier fanden sich die Eheleute nach langer Suche wieder. Entweder 1946 oder Anfang 1947 wanderten sie in die USA aus, wo am 20. Februar 1947 ihr zweiter Sohn Norman geboren wurde. Nach einiger Zeit, die sie in New York verbracht hatten, zog das Ehepaar nach Hollywood, Broward, in Florida um, wo Bertha Isaac im Jahr 2003 mit 95 Jahren verstarb. Weitere Quelle: - Auskunft vom Stadtarchiv Bad Kissingen an Elisabeth Böhrer, Mail vom 4.5.2015. - Unveröffentlichtes Manuskript von Elisabeth Böhrer vom Mai 2015.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.