Max Reich wurde am 11.09.1884 in Prichsenstadt geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Prichsenstadt, Kriegsschauplatz, Straßburg. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Reich Grete geb. Schönwalder, die Ehe wurde am 15.03.1920 in Würzburg geschlossen.
Sein Kind war Gutman Kate geb. Reich, Käthe (02.02.1921–01.08.2011).
Er starb am 14.04.1937 in Prichsenstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Max Reich wurde 1884 in Prichsenstadt in der kinderreichen Viehhändlerfamilie Abraham (1856 Zeitlofs - 1926 Prichsenstadt) und Johanna Reich (Fleischmann; 1855 - 1926 Prichsenstadt) geboren. Er besuchte hier die allgemeine Volksschule (erst die "Werktagsschule", dann von 1898 bis 1900 die berufsvorbereitende "Sonntagsschule"). Von 1905 bis 1907 leistete er seinen Militärdienst in der bayerischen Armee. Er arbeitete wohl in der väterlichen Viehhandlung mit, die er später mit seinem jüngeren Bruder Ludwig übernahm. Max Reich engagierte sich im geselligen Leben der Kleinstadt, war aktives Mitglied in der Feuerwehr, im Turnverein und Radfahrerverein Prichsenstadt. Ab 1915 nahm er als Soldat an der Westfront am Weltkrieg teil. Im Februar 1917 wurde er bei einem Granateinschlag verschüttet und wurde dann wegen des Traumas in der Nervenklinik Straßburg behandelt. 1920 heiratete er Grete Schönwalter aus dem mittelfränkischen Markt Berolzheim; 1921 und 1922 wurden ihre Kinder Käthe und Willy in Prichsenstadt geboren. Die Familie wohnte im Haus Nr. 150. Zum Anwesen gehörte die Viehhandlung und (wie bei vielen Landjuden) eine kleine Landwirtschaft. NS-Zeit: Im April 1937 nahm sich Max Reich das Leben, vermutlich wegen des großen Verfolgungsdrucks durch das NS-Regime und die Machthaber vor Ort. Er erhängte sich am frühen Morgen im Hofe seines Anwesens in Prichsenstadt. Seine Frau Grete und sein Sohn Willy Reich wurden von Karlsruhe und Berlin deportiert und ermordet. Nur die Tochter Käthe (Gutman) konnte sich ins Exil retten.