Rosa Schloß wurde am 04.07.1891 in Sondheim v.d. Rhön geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Sondheim v.d. Rhön, Themar, Fulda, Bad Nauheim, Darmstadt, Vernichtungslager Treblinka. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Sie starb am 02.10.1942 in Treblinka.
Weitere Angaben aus den Quellen: Rosa Schloß wurde am 4. Juli 1891 in Sondheim vor der Rhön geboren. Sie war die Tochter von Philippine Reis und Samuel Levi Schloß und hatte vier Geschwister, wovon Meta (1887) bereits im Kleinkindalter verstarb. Selma wurde 1888, Julius 1893 und Minna 1895 geboren. Stets bei den Eltern wohnhaft, blieb Rosa Schloß zeitlebens unverheiratet. Etwa seit Ende 1934/Anfang 1935 lebten sie in Themar. Dort starb im Oktober 1935 ihre Mutter, bevor Rosa mit dem Vater zu Schwester Minna und deren Mann Karl Katzenstein nach Fulda zog. Erst 1939 trennten sich ihre Wege, als Samuel Schloß in ein israelitisches Männer- und Rosa Schloß in ein entsprechendes Frauenwohnheim nach Bad Nauheim umzogen. Freiwillig geschah das nicht, eine eigene Wohnung wurde ihr von den Nationalsozialisten verwehrt. Der Vater starb im selben Jahr in Frankfurt. Am 30. September 1942 wurde sie von einer Sammelunterkunft in Darmstadt aus nach Treblinka deportiert. Bei der Ankunft in diesem Vernichtungslager wurde sie mutmaßlich noch am selben Tag ermordet. Rosa Schloß wurde 51 Jahre alt. Ihre Schwester Selma wurde ebenfalls Opfer des Holocaust, der Bruder Julius starb mit 22 Jahren im Ersten Weltkrieg und der Schwester Minna Katzenstein gelang die Emigration in die USA. Die 1944 in Theresienstadt umgekommene Rosa Schloß, geb. Reis, war eine Tante der Gleichnamigen, das heißt eine Schwester von Philippine Reis.