Ernst Sichel (1896)

Ernst Sichel wurde am 21.01.1896 in Kleinheubach geboren und lebte in Kleinheubach.

Seine Eltern waren Sichel Moses Meier (21.10.1864–22.11.1923) und Sichel Jeanette geb. Sichel (14.03.1870–20.02.1938).

Weitere Angaben aus den Quellen: Ernst Sichel diente im 1.WK. Er war bei vielen Stellungskämpfen in den Vogesen und im Oberelsass bis zum Kriegsende beteiligt. Quelle: Kriegsstammrollen des Königreichs Bayern, 1.WK 1914-1918 Mit den jüdischen Religionsvorschriften nahm er es nicht sehr genau. Er lebte vom Handel mit Vieh und Geflügel. Als Kommunist wurde er mit Theodor Weil und Adolf Sichel am 14.03.1933 in Schutzhaft genommen und in das KZ Dachau eingeliefert. Am 09.07.1934 wurde er entlassen und kehrte nach Kleinheubach in die Löwengasse zu seiner Mutter zurück. Er wurde erneut am 18.09.1936 bis 15.12.1936 wegen angeblicher Rassenschande in Schutzhaft genommen. Nach seiner Entlassung lebte er bis zum 09.07.1938 in Kleinheubach. Quelle: Wagner/Holl "Die Geschichte der jüdischen Gemeinde zu Kleinheubach" Seite 81. Am 28. Juni 1938 floh er nach Argentinien. Seine deutsche Staatsbürgerschaft wurde annuliert. Quelle: Daten über 7400 nordbayrische Juden.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.