Wilhelm Oppenheimer (1882 - 1941)

Wilhelm Oppenheimer wurde am 02.02.1882 in Röllbach geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Röllbach, Miltenberg, Frankfurt am Main, Kowno, Fort IX. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Oppenheimer Simon (27.03.1844–19.07.1917) und Oppenheimer Sara geb. Schwab (30.12.1850).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Oppenheimer Selma geb. Wolf, die Ehe wurde am 02.06.1914 geschlossen.

Seine Kinder waren Oppenheimer Ernst (16.05.1918), Martczak Martha geb. Oppenheimer (24.11.1919) und Oppenheimer Heinz Siegbert (27.05.1922–09.03.1923).

Er starb am 25.11.1941 in IX fortas.

Weitere Angaben aus den Quellen: Wilhelm Oppenheimer war Viehhändler in Miltenberg. Er war verheiratet mit Selma Oppenheimer, geb. Wolf. Der gebürtige Röllbacher wurde im 1. Weltkrieg schwer verwundet und dafür mit dem Eisernes Kreuz ausgezeichnet worden. Quelle: HStAW, Gestapo Nr. 9004. Am 22.11.1938 wird Wilhelm Oppenheimer im Zuge der "Vergeltungs-Maßnahmen" in Schutzhaft genommen, am 03.12.1938 wieder entlassen, da sein körperlicher Zustand infolge der Kriegsverletzungen miserabel ist. Er hat Herzleiden, Flechten, geschwollene Beine. Am 10.07.1939 meldet er sich in Miltenberg nach Frankfurt am Main ab, wo wahrscheinlich seine Tochter Martha lebte, die Miltenberg bereits verlassen musste, weil sie ein uneheliches Kind Henny Oppenheimer erwartete und deshalb in der bürgerlichen Kleinstadt kein Ansehen mehr genoss. Quelle: zitiert nach Gehrlich: Die religiösen Gruppierungen im Landkreis Miltenberg von 1933 - 1945: Juden, Katholische Vereine, Katholische Priester, Seite 51. Die Ehefrau Selma verstarb am 24.05.1936 und wurde am Jüdischen Friedhof Am Klausrain bestattet. [1038] Wilhelm und Selma Oppenhenheimer hatten 3 Kinder: Sohn Ernst, über dessen Verbleib nichts bekannt ist. Tochter Martha ging von Frankfurt am Main nach Berlin und wurde von dort aus in das KZ Auschwitz deportiert, wo sie am 02.03.1943 den Tod fand. Die Tochter von Martha und Enkelin von Wilhelm, Henny Oppenheimer, wurde, wie ihre Mutter, in das KZ Auschwitz deportiert. [1003] Sohn Heinz Siegbert, ist mit knapp 1 Jahr verstorben und ebenfalls wie seine Mutter am Jüdischen Friedhof Am Klausrain bestattet ist. [1038] Wilhelm Oppenheimer lebte zuletzt in Frankfurt am Main, bevor er am 22.11.1941 nach Kowno deportiert und unmittelbar nach Ankunft in Kowno, Fort IX ermordet wurde [1003] [1064] . Unter 1. Individuelle Informationen kann Einblick zu der Tötungsstätte Kowno, Fort IX genommen werden. Quelle: Kingreen, Monica (Hg.), Nach der Kristallnacht - Jüdisches Leben und antijüdische Politik in Frankfurt am Main 1938 bis 1945, Seiten 367 und 368.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.