Siegmund Kuh (1866 - 1942)

Siegmund Kuh wurde am 22.04.1866 in Stadtlengsfeld geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Stadtlengsfeld, Aschaffenburg, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, Tiefenort. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Kuh Ida geb. Sündermann.

Sein Kind war Löwenstein Melanie geb. Kuh (20.08.1902–1942).

Er starb am 23.10.1942 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. Sigmund Kuh stammte aus der Kleinstadt Stadtlengsfeld in Thüringen und lebte dort und in der nahen Gemeinde Tiefenort) über Jahrzehnte, ehe er mit seiner Familie nach Aschaffenburg zog. Ab 1874 war er mit Ida geb. Sünderheim aus der unterfränkischen Gemeinde Westheim, Kreis Haßberge, verheiratet; 1902 wurde in Tiefenort ihre Tochter Melanie geboren. NS-Regime: November 1939 Bemühungen um die Emigration nach Palästina (Kfar Pines). Mai 1942 Anzeige und Gestapo-Ermittlungen weil er an einem Zeitungsaushang in Aschaffenburg Notizen gemacht und dabei den "Judenstern" verdeckt hätte. Festnahme; auf Intervention von Meier Kahn wegen seines schlechten Gesundheitszustand entlassen und verwarnt. Im Mai 1942 musste er sein Wohnungsinventar verkaufen; am 19.Mai kam er mit seiner Ehefrau in das Isr. Kranken- und Pfründnerhaus in Würzburg. Nach einem "Heimeinkaufsvertrag" zu 15.100 Reichsmark wurde der inzwischen verwitwete Sigmund Kuh am 10.September 1942 von Würzburg nach Theresienstadt deportiert und kam dort nach wenigen Wochen ums Leben.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.