Emma Löwenthal (1869 - 1942)

Emma Löwenthal wurde am 31.10.1869 in Hösbach geboren und lebte in Hösbach, Würzburg.

Ihre Eltern waren Löwenthal Sophie geb. Grünebaum (23.06.1837–08.05.1902) und Löwenthal Herz (28.05.1832–17.05.1891).

Sie starb am 25.06.1942 in Würzburg.

Weitere Angaben aus den Quellen: Emma Loewenthal ("Judenemma") wohnte als unverheiratete Frau bei der Familie ihres Bruders Josef Loewenthal, der allerdings schon 1920 gestorben war. Vor seiner Deportation musste ihr Neffe Heinrich Loewenthal mit Frau und Kindern und seiner Schwiegermutter Franziska Lederer zu ihr in die Schoellkrippenerstrasse 9 ziehen. Damit Emma - inzwischen 70-jaehrig - im Falle einer "Auswanderung" des Neffen Heinrich versorgt waere, beantragte er am 1.3.1940 fuer sie ueber den Hoesbacher Buergermeister Josef Krebs die Zuzugsgenehmigung nach Wuerzburg. Die nicht unerheblichen Unterbringungskosten im dortingen israelischen Kranken- und Pfruendnerhaus wollte er uebernehmen [1090]. Heinrich wurde mit Familie und Schwiegermutter am 25.4.1942 von Wuerzburg aus deportiert. Emma starb lt. Beitrag von Hans Fleckenstein in der Hoesbacher Ortschronik unter ungeklaerten Umstaenden am 25.6.1942 in Wuerzburg, also zwei Monate spaeter. Ihr Todesdatum ist in ihrer Gestapoakte vermerkt, allerdings mit dem falschen Sterbeort Hoesbach [1090]. Lt. Gestapounterlagen wurde der Nachlass von Emma Loewenthal eingezogen [1090].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.