Julius (Joel), Joseph Hamburger (1890 - 1942)

Julius (Joel), Joseph Hamburger wurde am 13.12.1890 in Aschaffenburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Aschaffenburg, Krasniczyn, Raum Lublin, Würzburg, Nürnberg. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Hamburger Guda (Gutta) geb. Katz (23.10.1859–19.12.1942) und Hamburger Daniel (07.09.1862–07.02.1923).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: War 1922 Trauzeuge von Isaak Eisemann und seiner Schwester Ida Hamburger. [1073] Joel (ab 6. Oktober 1938, ursprünglich Joseph [1001]) Hamburger wurde am 13. Dezember 1890 in Aschaffenburg geboren. Sein Vater war Daniel Hamburger aus Alzenau, der als Metzger und Handelsmann arbeitete. Seine Mutter war Guda (Gutta) Hamburger und war eine geborene Katz. Joel hatte fünf Geschwister. [1001] Sein älterer Bruder Friedrich war von 1915 bis 1919 im Militärdienst für das Deutsche Kaiserreich. Um 1926 konnte er nach Pittsburgh in die USA auswandern. Der jüngste Bruder Gustav, geb. am 11. März 1893, fiel im 1. Weltkrieg am 8. November 1914 im Gefecht bei Ypern/Oostaverne in Belgien. Ida, geb. am 17. Juli 1895, war als einzige der Geschwister verheiratet und hatte eine 17jährige Tochter, Ingeborg, die im Mai 1942 zusammen mit ihr ins Belzyce deportiert und umgebracht wurde. Klara, geb. am 21. August 1897, verstarb einen Tag nach der Geburt. Auguste, geb. am 19. Oktober 1898 lebte zusammen mit den Eltern in Aschaffenburg. Joel kämpfte im 1. Weltkrieg als Jäger im 2. Bayerischen Jägerbataillon 1. Kompanie im Oktober 1914 in Mametz und im November 1914 bei Ypern, wo er am 12. November verwundet wurde. Von 1914 bis 1920 befand er sich in fränzösischer Kriegsgefangenschaft. Joel Hamburger war Träger des Bayerischen Verdienstkreuzes mit Schwertern. Am 27. Dezember 1934 wurde ihm durch den Stadtrat von Aschaffenburg das Ehrenkreuz für Frontkämpfer verliehen. [1046] Zusammen mit Auguste war er im Transport nach Krasniczyn vom 25. April 1942 und wurde im Raum Lublin umgebracht. [1056] Seine Mutter wurde am 9./10. September 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und starb dort zwei Monate später. Er war 1921 Eigentümer des Hauses Aschaffenburg, Hinter der Eich 5 (alte Hausnr. Lit. 70 4/4). [1042].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.