Oskar Rudolf, Rudolf Hely (1898 - 1942)

Oskar Rudolf, Rudolf Hely wurde am 19.10.1898 in Aschaffenburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Aschaffenburg, Frankfurt am Main, Göppingen, Karlsruhe, Mainz, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin, Rexingen. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Kahn Bertha geb. Hely und Kurka Josef Richard.

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Hely Zilli geb. Schwarz, die Ehe wurde am 20.03.1939 in Aschaffenburg geschlossen.

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Rudolf Hely wurde am 19. Oktober 1898 in Aschaffenburg geboren. Sein Vater war der Bauunternehmer Josef Richard Kurka aus Frankfurt, katholischen Glaubens. Seine Mutter war Berta Kahn, geb. Hely. Sie war die Witwe des Isidor Kahn. [1052] Rudolf arbeitete als Kaufmann, als Konfektionär in der Kleiderfabrik Robert Strauß und als Arbeiter in der Fassholzfabrik in Goldbach. [1052] Am 20. März 1939 heiratete er Zilli, geborene Schwarz. Sie war vor ihrer Hochzeit in Aschaffenburg als Hausgehilfin bei der Familie des Rabbiners Dr. Fritz Bloch in der Treibgasse 20, später Frohsinnstr. 17 angestellt. Der Familie Bloch gelang es, 1939 nach Israel auszuwandern. Rudolf reiste viel, zum Beispiel nach Frankfurt am Main, Göppingen, Karlsruhe und Mainz. Die meiste Zeit verbrachte er in Aschaffenburg, wechselte seinen Wohnort in der Stadt jedoch häufig. [1052] [1055] Rudolf Hely nahm im Rang eines Gefreiten als Ulan und Kanonier vom 11. Juni 1917 bis zum Ende des Krieges am 1. Weltkrieg teil. Danach verrichtete er bis zum 30. Juli 1919 Kanzleidienst im 2. Jägerbataillon in Aschaffenburg. Am 26. Juni 1917 wurde er während eines Reitexerzierens durch den Hufschlag des Pferdes seines Nebenmannes am linken Unterschenkel schwer verletzt. Die Verletzung führte zu einer chronischen Knochenhautentzündung. Auf seinen Antrag vom 15. September 1934 wurde ihm am 14. Februar 1935 durch den Stadtrat von Aschaffenburg das Ehrenkreuz für Kriegsteilnehmer verliehen. [1046] Zusammen mit seiner Frau wurde er am 23. April 1942 über Würzburg nach Krasniczyn in der Woiwodschaft Lublin deportiert. Sie wurden dort von den Nationalsozialisten ermordet. Der auf der Einwohnermeldkarte eingetragene Todestag 1. April 1942 beruht auf dem Beschluss des Amtsgerichts Aschaffenburg vom 4. Oktober 1960, mit dem beide für tot erklärt wurden. [1052] [1055] [1056] Den Geschwistern von Zilly gelang die Flucht ins Ausland. Ihr Bruder Leopold wanderte nach Palästina aus, Toni nach New York und Siegbert nach Südafrika.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.