Rosa, Rosa gen. Bertha Hirsch geb. Gärtner (1879)

Rosa, Rosa gen. Bertha Hirsch geb. Gärtner wurde am 18.02.1879 in Großostheim geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Großostheim, Aschaffenburg, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, KZ Auschwitz, Freiburg im Breisgau, Lager Gurs, Seesen. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Gärtner Emanuel (01.01.1846–15.04.1924) und Gärtner Fanny geb. Goldschmidt (04.01.1855–11.04.1930).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Hirsch David, die Ehe wurde am 28.04.1904 in Großostheim geschlossen.

Ihre Kinder waren Hirsch Robert Bruno (04.02.1905) und Hirsch Lothar (05.08.1906).

Sie verstarb in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Rosa Bertha Hirsch, geborene Gärtner, wurde am 18. Februar 1879 in Großostheim bei Aschaffenburg in Bayern geboren. Ihre Eltern hießen Emanuel und Funny Gärtner, geborene Goldschmidt. Sie hatte drei Geschwister namens Theodor, Max und Rosalia Gärtner. Rosa Bertha war die zweitälteste von den insgesamt vier Geschwistern. Sie war verheiratet mit David Hirsch, der sieben Jahre früher am 24. März 1872 in Goldbach bei Aschaffenburg in Bayern geboren wurde. David und Rosa Bertha Hirsch hatten zusammen zwei Söhne. Der Erstgeborene, Robert Bruno Hirsch, wurde am 04. Februar 1905 geboren. Er war zweimal verheiratet. Seine erste Ehefrau hieß Margarete Helene Hirsch, geborene Schöffler. Seine zweite Frau war Mathilde Hirsch, geborene Strauß. Robert Bruno zog am 29. September 1939 zu Mathilde nach Freiburg, wo David und Rosa Bertha die beiden oft besuchten. Nach dem Internierungslager in Gurs und dem Konzentrationslager in Drancy in Frankreich, wurde Robert Bruno im Konzentrationslager in Auschwitz in Polen ermordet. Lothar Hirsch, der ein Jahr jünger war als sein Bruder Robert Bruno, kam am 05. August 1906 zur Welt. Er wanderte im Jahr 1939 mit seiner Frau Elsa Hirsch, geborene Hagenstein, und seinem damals vierjährigen Sohn Werner Hirsch aufgrund der Judenverfolgung in die USA aus. Rosa Berthas Enkel Werner lebt heute immer noch dort. Die Eheschließung fand am 03. Mai 1904 in Großostheim statt. Wenige Tage nach der Hochzeit zog er mit seiner Frau am 15. Mai 1904 von Großostheim nach Aschaffenburg in die Leinwanderstraße 2a. Anfang August 1914 zog Rosa Bertha ohne David aber mit ihren beiden Kindern nach Großostheim, wo auch ihre Eltern wohnten. Dort blieben sie die ganze Zeit des ersten Weltkriegs. Am 16. Oktober 1917 kamen sie wieder zurück nach Aschaffenburg in die Leinwanderstraße 2a. David dagegen war vom 27. November 1917 bis zum 31.Dezember 1917 in Schweinfurt gemeldet. Ab 1942 wechselten David und Rosa Bertha ihren Wohnort zweimal, da sie ihr eigenes Haus nicht mehr behalten durften und abgeben mussten. Die jüdische Gemeinschaft unterstützte solche Familien und teilte sie anderen jüdischen Familien zu, wo sie übergangsweise wohnen konnten. Das Ehepaar kam erst bei Familie Vogel und drei Monate später bei Familie Davidsburg, der Familie seiner Schwester Auguste, unter. Im Herbst 1942 begannen die Nationalsozialisten Juden aus den fränkischen Regierungsbezirken zu verschleppen. Es gab zwei große Transporte von Nürnberg nach Theresienstadt in der damaligen Tschechoslowakei. Die erste Deportation fand am 10. September 1942 statt, bei der insgesamt 1000 Juden weggebracht wurden. Einen Tag später kamen sie im Ghetto in Theresienstadt an. Opfer dieser Verschleppung wurden auch Rosa Bertha und David Hirsch. Diese wurden zunächst mit einem anderen Transport von Aschaffenburg nach Würzburg und von dort aus nach Nürnberg deportiert. Neben dem Ehepaar wurden noch weitere 36 Menschen im September 1942 aus Aschaffenburg bis nach Theresienstadt verschleppt. Zwei Jahre später am 23. Oktober 1944 wurde Rosa Bertha dann von wikidwe(Theresienstadt) nach Auschwitz in Polen deportiert. Dort wurde sie im selben Jahr im Alter von 65 Jahren ermordet.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.