Robert Huth wurde am 21.12.1916 in Aschaffenburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Aschaffenburg, Spreenhagen, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Huth Josef (28.03.1888–1943) und Huth Friederike geb. Schmitz (05.05.1892–1943).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Robert Huth wurde am 21. Dezember 1916 in Aschaffenburg geboren. Sein Vater war Josef Huth, der als Schirmmacher, selbstständiger Händler und Hausmeister arbeitete. Wie seine Mutter Friederike (Frieda), geb. Schmitz, kam sein Vater aus Wien. Zusammen waren seine Eltern 1914, drei Jahre nach ihrer Hochzeit, nach Aschaffenburg gezogen. Robert war ihr älterer Sohn, ihr zweiter Sohn Karl wurde am 22.7.1920 geboren. Robert arbeitete als Konfektionär bei Kaufhaus Lindheimer und als Arbeiter in der Faßholzfabrik Goldbach. Ab dem 3. Oktober 1939, mit 23 Jahren, war er landwirtschaftlicher Praktikant auf Gut Winkel. Dies war ein Ausbildungszentrum in Spreenhagen in Brandenburg für Hachschara-Kurse. Durch systematische Vorbereitung in landwirtschaftlichen und hauswirtschaftlichen Kursen wurden junge Juden dort auf die Alija bezeichnet, d.h. für die Besiedlung Palästinas. Ideologische Grundlage für dieses Programm war der Zionismus. Die landwirtschaftliche Ausbildung beinhaltete Viehwirtschaft (Geflügel und Rinder), Milchwirtschaft (nur für die Mädchen) sowie Acker-, Obst- und Gartenbau. Robert konnte neben landwirtschaftlichem und gärtnerischem Unterricht in staatlich anerkannten Lehrvorträgen Hebräisch lernen. Auf dem 300 Morgen großen Hof befand sich eine Gärtnerei, die 80 Morgen umfaßte. Es gab auch eine Konservenfabrik. Des Weiteren gab es Unterricht in den Fächer Haushaltsbetriebslehre und Nahrungsmittellehre. 1940 und 1941 besuchte Robert jeweils für einige Zeit seine Eltern und kehrte wieder auf das Gut Winkel zurück. Im April 1942 kehrte er nicht zurück. Er wurde über Würzburg nach Kraszniczyn deportiert und im Raum Lublin ermordet. Robert wurde 26 Jahre alt. Seine Eltern wurden mit dem sechsten und letzten Deportation aus Franken über Würzburg in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und ermordet. Nur seinem Bruder Karl gelang 1938 mit 18 Jahren die Emigration nach Schweden.