Theodor Kann wurde am 03.03.1879 in Rheinboellen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Rheinböllen, Aschaffenburg, Frankfurt am Main, Steele, KZ Auschwitz. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Kann Lazarus (24.05.1844–07.07.1899) und Kann Karolina geb. Wolf (13.04.1845).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Kann Paula Augusta geb. Strauß, die Ehe wurde am 08.11.1907 in Bad Dürkheim geschlossen.
Seine Kinder waren Kann Anneliese (01.08.1918), Kann Werner (19.07.1911) und Kann, Dr. Lothar (22.08.1908–08.05.1978).
Er starb am 1942 in KZ Auschwitz.
Weitere Angaben aus den Quellen: Theodor Kann stammte aus Rheinböllen und zog zum 1. Februar 1905 von Steele an der Ruhr (seit der Eingemeindung 1929 Stadtteil von Essen) nach Aschaffenburg. Seine Eltern waren der Kaufmann und Fruchthändler Lazarus Kann und Karolina Kann, geborene Wolff. Am 18. November 1907 heiratete er in Bad Dürkheim Paula Auguste Strauß. Aus der Ehe gingen die Kinder Lothar, Werner und Anneliese hervor. Lothar war promovierter Jurist, Rechtsanwalt und Prokurist und wanderte 1936 nach Südafrika aus. Werner war Kaufmann und wanderte 1938 nach Italien aus. Anneliese war Kindergärtnerin. Theodor Kann war Reisender bei der Firma Kann & Obenauer, Geschäftsführer der Firma Strauß & Co Kleiderfabrik und Fabrikant für Herrenbekleidung. [1046] Im Sommer 1917 besuchte ihn Hedwig Kann aus Wittlich, vermutlich eine Verwandte. [1046] Im Sommer der Jahre 1919, 1920 und 1921 besuchte ihn seine in Kusel wohnende Mutter Karoline Kann. [1046] Von Februar bis Juli 1931 und von Dezember 1931 bis Ende März 1932 wohnte die Schwester von Otto Kann, Hildegard Kann aus Wittlich, bei der Familie Theo Kann. [1046] Theo Kann beantragte am 23. März 1935, ihm für seine Teilnahme als Landsturmmann am 1. Weltkrieg das Ehrenkreuz für Kriegsteilnehmer zu verleihen. Er gab an, im Landsturm-Bataillon Unterfranken II in Würzburg gedient zu haben. Dort sei er am 15. Juli 1915 zur Ausbildung eingerückt. Eine Anfrage der Stadtverwaltung Aschaffenburg beim Zentralnachweiseamt für Kriegsverluste und Kriegsgräber wurde damit beantwortet, dass sie ohne genauere Angaben nicht bearbeitet werden könne. Die fehlenden Angaben wurden anschließend auf einem einfachen Zettel zu den Akten gegeben. Eine Rückmeldung seitens des Zentralamtes findet sich nicht. Am 25. Oktober wurde ihm durch den Stadtrat von Aschaffenburg das Ehrenkreuz für Kriegsteilnehmer verliehen. [1046] Margot Kann, in Kapstadt wohnende Schwiegertochter, und Dr. Gerald Louis Kann, in Johannesburg lebender Enkel, haben im Jahr 1969 bzw. 1994 gegenüber linkext(Yad Vashem) bestätigt, dass Theodor Kann im Holocaust umgekommen ist. [1005].