Paul Adler, Dr. wurde am 02.01.1880 in Aschaffenburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Aschaffenburg, Würzburg, München, Ghetto Kowno, KZ Dachau. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Adler Zadok (25.02.1843–23.04.1933) und Adler Karolina, Lina geb. Bing (17.02.1849–30.04.1935).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Adler Lisa geb. Weiß, die Ehe wurde am 10.01.1914 in Ichenhausen geschlossen.
Er war in 2. Ehe verheiratet mit Adler Anna Ida geb. Wilmersdörffer, die Ehe wurde am 04.03.1922 in Bayreuth geschlossen.
Seine Kinder waren Adler Elisabeth (21.01.1935–25.11.1941) und Adler Franz Berthold (28.06.1930–14.01.1934).
Er starb am 25.11.1941 in Ghetto Kaunas.
Weitere Angaben aus den Quellen: Die Notiz in Bemerkung lautet: Dem Rechtsanwalt Dr. Paul Adler wurde lt. Mitteilung des Magistrats München vom 9.XII.1913 das Bürger- u. Heimatrecht dortselbst verliehen. [1001] Paul Adler studierte nach Abschluß des Gymnasiums vier Jahre Jura an der Universität Würzburg. Nach seiner Promotion leistete er von Oktober 1899 bis Oktober 1900 im 1.Bayrischen Infanterie Regiment seinen Militärdienst. Zwischen 1914 und 1918 war er Vorstand des Reservelazaretts München M.u.L., Lazarettverwaltung. 1906 legte Paul Adler in München die Staatsprüfung (Staatskonkurs)ab und erhielt 1907 seine Zulassung als Rechtsanwalt beim OLG und dem LG Mü I und II. Seine Kanzlei befand sich in der Bayerstr. 33. Am 1.12.1938 wurde ihm die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft entzogen.[1024] Vom 10.11.1938 bis 22.12.1938 war Dr. Paul Adler in Dachau inhaftiert.[1003] Am 25.10.1941 mußte Dr. Adler eine "freiwillige" Spende in Höhe von 500 RM zur Finanzierung des Lagers an der Knorrstr. 148 leisten. Am 20.11.1941 wurde Dr. Adler zusammen mit seiner Frau Anna Ida, geb. Wilmersdoerffer, und seiner Tochter Elisabeth nach Kaunas deportiert und am 25.11.1941 ermordet.[1024].