Luise Bär (1922)

Luise Bär wurde am 07.06.1922 in Kuelsheim geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Külsheim, Heusweiler, Aschaffenburg, Karlsruhe, Heidelberg, Mainz, Darmstadt, Ghetto Piaski, unbekannt (Holocaust). Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Bär Samuel (08.02.1883–unbekannt) und Bär Berta geb. Hausmann (28.08.1886).

Sie verstarb in unbekannt (Holocaust).

Weitere Angaben aus den Quellen: Luise Bär wurde in Külsheim geboren und wuchs in der Familie des Kaufmanns Samuel Bär und seiner Ehefrau Berta auf. Sie arbeitete in verschiedenen Städten, zuletzt in Mainz als Hausangestellte. Mit der ersten Deportation aus dem Volksstaat Hessen wurde sie am 24.3.42 mit weiteren 1000 Menschen über Darmstadt in das Ghetto Piaski verbracht. Von der Deportation betroffen waren Juden aus Darmstadt und dem Kreis Darmstadt, aus Worms und dem Kreis Worms, aus Bingen und Mainz. Bereits Tage zuvor wurden sie im Sammellager Liebig-Schule in Darmstadt konzentriert. Aus Worms wurden die Menschen am 19.3. und aus Bingen am 20.3. nach Darmstadt gebracht. In Mainz herrschte ab 19.3., 20 Uhr, für die Betroffenen Ausgehverbot, am 20. und 21.3. erfolgte ihre Überführung nach Darmstadt. Am 24.03. ist die Deportation nach Piaski erfolgt, Luise Bär wurde in der Deportationsliste unter Nr. 558 geführt. [1064] Das Ghetto Piaski war Durchgangslager, die Deportierten wurden weiter verbracht in das Trawnikiund die Vernichtungsläger Belzec und Sobibor. Über das weitere Schicksal von Luise Bär ist nichts bekannt.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.