Maria Wolfsthal geb. Schrag wurde am 23.08.1879 in Bruchsal geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Bruchsal, Aschaffenburg. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Schrag Wilhelm und Schrag Jeanette geb. Marx.
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Wolfsthal Otto, die Ehe wurde am 06.09.1900 in Heidelberg geschlossen.
Sie starb am 07.09.1942 in Aschaffenburg.
Die Grabstätte befindet sich im "Jüdischer Friedhof am Erbig, Aschaffenburg-Schweinheim".
Weitere Angaben aus den Quellen: Maria Wolfsthal wurde am 23.08.1879 in Bruchsal als Maria Schrag geboren. Im Jahr 1900 kam sie nach Aschaffenburg und heiratete dort den, durch sein soziales Engagement bekannten, Bankbesitzer Otto Wolfsthal im selben Jahr. Das Paar hatte keine Kinder. Von März 1913 bis April 1916 war ihr Schwager Moritz Rothschild mit seiner Ehefrau Paula zu Besuch [1046]. 1942, zwei Tage vor ihrer Deportation traf sie sich mit den aschaffenburger Juden Babette Dilsheimer, Ida Hamburger, Max Levi, Emma Trier und ihrem Mann Otto Wolfsthal in der gemeinsamen Wohnung des Ehepaares, dort begingen sie Suizid mit einer Überdosis Schlaftabletten um der Deportation zu entgehen. Der Platz, an dem die aschaffenburger Synagoge stand, die in der Reichspogromnacht zerstört wurde, wurde nach dem Ende des zweiten Weltkriegs nach ihrem Mann Otto Wolfsthal benannt. Anfang September 1942 erhielten 42, meist ältere Aschaffenburger Juden den Deportationsbescheid. Am 9. September sollten sie nach Würzburg und einen Tag später in das Ghetto Theresienstadt abtransportiert werden. Zwei Tage vor der Deportation trafen sich Babette Dilsheimer, Ida Hamburger, Karolina Isaac, Max Levi und Emma Trier in der Wohnung des Ehepaars Maria und Otto Wolfsthal und vergifteten sich gemeinsam mit einer Überdosis Schlaftabletten. Auf dem jüdischen Friedhof am Erbig in Schweinheim, hoch über der Stadt, haben sie ihre letzte Ruhe gefunden. [1098] Die Stadt Aschaffenburg hat für diese Aschaffenburger Juden einen Gedenkstein errichtet.[1008].