Bernhard Adler wurde am 07.11.1869 in Gnodstadt (Marktbreit) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Gnodstadt, Schweinfurt, Ghetto Theresienstadt, Würzburg, Anstalt Lohr. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Adler Elise geb. Ledermann, die Ehe wurde am 12.07.1897 geschlossen.
Sein Kind war Adler Max Martin (21.06.1898–22.09.1984).
Er starb am 27.02.1943 in Theresienstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Bernhard Adler wurde 1869 in der Familie von Maier Adler, der als Vorsänger, Schächter und Uhrmacher tätig war, und Hanna Adler (geb. Neumann) [1005] in Gnodstadt im Kreis Kitzingen geboren. Er studierte an der Würzburger Isr. Lehrerbildungsanstalt ILBA, an der er 1888 sein Examen machte. Bald darauf unterrichtete er in Schwäbisch Gmünd, wo ihm zu seinem Abschied nach sechs Jahren eine Feier in der Synagoge ausgerichtet wurde. [1023]. Ab 1895 arbeitete Bernhard Adler als Nachfolger des verstorbenen Lehrers Samuel Hommel als Kantor und Lehrer für die Israelitische Kultusgemeinde Schweinfurt; er hatte eine Dienstwohnung im Gemeindehaus. Im Jahr 1896 absolvierte er sein zweites Staatsexamen in Würzburg als Lehrer. Am 12.07.1897 heiratete er Elise Ledermann aus Oberlauringen; das Paar bekam zwei Söhne, den in Würzburg ausgebildete Zahnarzt Max Martin Adler und Willy (*1904). Im Jahr 1904 kam es zur Gründung der ersten Schweinfurter Privat- Handelsschule für Herren und Damen, die Bernhard Adler gegründet hatte und wo er als Lehrer und Stellenvermittler tätig war. 1921 erkrankte Bernhard Adler und kam für einige Zeit in die unterfränkische Heil- und Pflegeanstalt Lohr. Er zog aus seiner Dienstwohnung aus und kehrte anscheinend erst 1930 nach Schweinfurt zurück. NS-Zeit: Bernhard und Elise Ledermann wurden bei der Volkszählung 1939 in Schweinfurt registriert. [1078] Das Paar musste 1939 seine langjährige Wohnung räumen und in "Judenhäuser" ziehen. Im September 1942 wurden Bernhard und Elises Adler nach Theresienstadt deportiert; wo beide 1943 umgekommen sind. Ihre beiden Söhne konnten emigrieren. Quellen: -Meldedaten Stadtarchiv Schweinfurt Quelle: -Auskunft Elisabeth Böhrer, 25.05.2020 (Meldedaten Schweinfurt).