Fanny Bach geb. Reis (1870 - 1949)

Fanny Bach geb. Reis wurde am 11.06.1870 in Altenschönbach geboren und lebte in Unsleben, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, Schweiz, Altenschönbach, Lugano.

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Bach Moses.

Ihre Kinder waren Kälbermann Rita geb. Bach (09.02.1897–1942) und Bach Siegfried (22.04.1895–03.07.1940).

Sie starb am 10.07.1949 in Lugano,.

Die Grabstätte befindet sich im "Lugano".

Weitere Angaben aus den Quellen: Fanny Bach stammte aus einer der schon um 1800 in Altenschönbach (Prichsenstadt) ansässigen Familien mit dem neuen, bürgerlichen Namen "Reis". Unter den überdurchschnittlich vielen 39 jüd. Matrikelstellen ab 1817 - die fast 30 Prozent der Einwohner ausmachten - finden sich dort sieben Familienvorstände des Namens. [1023] Fannys Eltern waren der Handelsmann Leopold Reis und Fanny Reis (Rosenfeld). Fanny Bach war ab den 1890er Jahren mit dem Pferdehändler Moses Bach in Unsleben verheiratet; 1895 und 1897 wurden dort ihre Kinder Siegfried und Rita geboren, die zeitweise in Würzburg berufstätig waren. [1016] NS-Zeit: Die einst bedeutende Jüd. Landgemeinde Unsleben zählte Ende 1939 noch 17 Mitglieder. [1023] Sechs von ihnen lebten, der Volkszählung 1939 zufolge, im Wohnhaus der Familie Bach in der Engstraße 87: Fanny und Moses Bach, ihr Sohn Siegfried sowie die Familie ihrer Tochter Rita Kälbermann. [1078] Von den 1942 in Unsleben verbliebenen Einwohnern wurden zehn im Frühjahr von dort in den Raum Lublin deportiert; die anderen wurden zunächst in jüd. Heime ("Judenhäuser") nach Würzburg gebracht. [1023] Fanny und Moses Bach mussten die Deportation ihrer Tochter und deren Familie erleiden; sie selbst kamen im Juni 1942 in das "Jüd. Unterkunftsheim" in der Bibrastraße 6. Moses Bach verstarb hier anscheinend nach kurzer Zeit; [1016] Fanny wurde am 23.September 1942 ohne ihn von Würzburg nach Theresienstadt deportiert. [1061] Sie überlebte die Strapazen des Lagers und gelangte im Februar 1945 mit einem Rettungstransport (Vereinbarung Himmler-Musy) in die Schweiz. Fanny Bach starb in Lugano am 10. Juli 1949 und wurde am selben Tag auf dem dortigen jüdischen Friedhof beigesetzt. Anmerkung: Die mit ihr deportierte, fast gleichaltrige "Fanny Bach" (aus Rottenbauer) kam in Theresienstadt ums Leben. [1061] Quelle: -Foto des Grabsteins erhalten von Wolf-Dieter Gutsch (Wiesentheid).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.