Charlotte Bergmann geb. Manasse (1907)

Charlotte Bergmann geb. Manasse wurde am 03.10.1907 in Strasbourg geboren und lebte in Straßburg, Würzburg, Basel, Lissabon, Madeira.

Ihre Eltern waren Manasse Helene geb. Heß (22.05.1878–Sept. 1967) und Manasse Paul, Paul (Richard Paul) (14.03.1866–27.09.1927).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Bergmann Wolf, die Ehe wurde am 1936 in Hüningen/Elsass geschlossen.

Weitere Angaben aus den Quellen: Augenärztin, Dr. med. Charlotte Bergmann wuchs als jüngstes von fünf Kindern in der Professorenfamilie Paul und Helene Manasse in den Universitätsstädten Straßburg und, nach der Vertreibung der Familie 1919, Würzburg auf. Die wie ihre Geschwister evangelisch aufgezogenene Charlotte besuchte das Mädchengymnasium Sophienschule bis zum Abitur 1926 und studierte dann an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg; Promotion 1933. Fortbildung, Assistentin an der Universitätsaugenklinik (Universitätsklinikum Würzburg); vom NS-Regime wohl schon 1933 wegen ihrer jüd. Herkunft entlassen. Sie emigrierte in die Schweiz und arbeitete um 1935 als Ärztin in Basel. Mit ihrem Ehemann, dem Schrifsteller und Lyriker Wolf Bergmann (1904-1972), ging sie später ins Exil nach Portugal, wo sie zunächst auf der Insel Madeira, später in Lissabon lebten. Entzug ihres Doktortitels durch die Universität Würzburg; 2011 namentlich rehabilitiert. [1016] Quellen: -Charlotte Manasse, Der gelblich-blasse Gaumen bei Tuberkulösen. (Dissertation Universität Würzburg 1933 - katalog.bibliothek.uni-wuerzburg.de) -Chronik der Emigration 1932-1954. Wolf und Charlotte Bergmann. Aufgezeichnet von Charlotte Bergmann (Maschinengeschriebenes Manuskript).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.