Paul, Paul (Richard Paul) Manasse (1866 - 1927)

Paul, Paul (Richard Paul) Manasse wurde am 14.03.1866 in Naugard geboren und lebte in Naugard (Nowogard).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Manasse Helene geb. Heß.

Seine Kinder waren Manasse Richard (01.09.1901–31.09.1965), Bergmann Charlotte geb. Manasse (03.10.1907), Willer Franziska Helene geb. Manasse (24.08.1903–Juni 1998), von Brochowsky Marianne geb. Manasse (24.12.1904–1969) und Manasse Otto Eduard (30.04.1906–23.02.1989).

Er starb am 27.09.1927.

Weitere Angaben aus den Quellen: Hochschullehrer, Prof. Dr. med. Paul Manasse wuchs in einer Bankiersfamilie in der damals preußischen Stadt Naugard auf. Nach Studienjahren in Tübingen und Berlin ging er nach Straßburg und schlug dort die Universitäts-Laufbahn ein. Er spezialisierte sich in pathologischer Anatomie, dann in Ohren-, Nasen- und Kehlkopfmedizin und war viele Jahre als Professor an der Universität Straßburg, zeitweise auch in Heidelberg tätig; 1890 Promotion, 1896 Habilitation Straßburg; 1902 Professor für Laryngologie. I. Weltkrieg: Kriegsteilnehmer als Oberstabsarzt; nach der französischen Wiederbesetzung des Elsass mit seiner großen Familie vertrieben. 1919 übernahm er die Leitung der Universitäts-Poliklinik für Ohren-, Nasen- und Kehlkopfkranke am Universitätsklinikum Würzburg. Er engagierte sich im kulturellen Leben der Stadt, besonders für die Literatur und das Theater. Paul Manasse war jüd. Konfession, aber nicht Mitglied der IKG Würzburg(Israelitische Kultusgemeinde). Seine Ehefrau und Kinder gehörten der evangelischen Kirche an und "wurden erst von den Nazis zu Juden gestempelt" (Otto Manasse). [1016] -Paul Manasse.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.