Arthur Asur Berlinger wurde am 30.12.1889 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Schweinfurt, Ghetto Theresienstadt, KZ Auschwitz, KZ Dachau. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Berlinger Jakob (07.08.1857–14.10.1911) und Berlinger Rebekka geb. Igersheimer (18.02.1860–um 1940, ?20.07.1944).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Berlinger Bertha geb. Braunold, die Ehe wurde am 30.04.1919 in Burgpreppach geschlossen.
Seine Kinder waren Buck Senta geb. Berlinger (04.07.1921–2002) und Baum Rosie geb. Berlinger (21.03.1928).
Er starb am 1944 in KZ Auschwitz.
Weitere Angaben aus den Quellen: Arthur Asur (Ascher) Berlinger wuchs in der Händlerfamilie Jakob und Rebekka Berlinger in Würzburg auf. Er studierte am Schullehrerseminar in Würzburg (1908) [1078] und wie sein älterer Bruder Abraham an der Isr. Lehrerbildungsanstalt in Würzburg; Examen 1916 (?). [1016] Er war in der Folge wohl (wie sein Schwiegervater Josef Braunold) an der Isr. Präparandenschule Burgpreppach tätig; ab 1922 dann viele Jahre in Schweinfurt als Lehrer und Kantor für die Kultusgemeinde. Ehemann von Bertha (Breindel) Braunold; Vater von Senta (Buck) und Rosie (Baum). NS-Zeit: Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er in Schweinfurt und im KZ Dachau inhaftiert. Arthur und Bertha Berlinger wurden Ende September 1942 von ihrer letzten Schweinfurter Unterkunft über Würzburg nach Theresienstadt deportiert; [1061] von dort im September/Oktober 1944 ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppt. [1003] Fast alle Geschwister seiner Frau Bertha wurden im Holocaust ermordet. Arthurs Töchter Senta und Rosie konnten durch Kindertransporte nach England gerettet werden. Gedenken: Arthur Berlinger trat im religiösen Leben des Lagers Theresienstadt hervor. Von dem handwerklich und künstlerisch begabten Mann wurden dort Zeichnungen und ein von ihm gestalteter hebräischer Kalender überliefert. Die in die USA emigrierte Tochter Rosie Baum widmete ihren Eltern wikien(Pages of Testimony) für die Gedenkstätte Yad Vashem. [1005] Quelle: -Auskunft Elisabeth Böhrer, 02.05.2020 (Meldedaten Schweinfurt).