Salomon Bravmann wurde am 11.08.1885 in Unteraltertheim (Altertheim) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Höchberg, Unteraltertheim, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Bravmann Selma geb. Rosenstock.
Sein Kind war Bravmann Max (17.10.1908).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Salomon Bravmann war ab 1906 Schüler der ILBA und später Handelskaufmann und Viehhändler. Er wohnte seit dem 11.10.1910 in Höchberg, Haus Nr. 547. Seine Ehefrau war Selma, geb. Rosenstock. Zwischen dem 16. und 26. November war er im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Nach seiner Entlassung, Ende 1938, stellte Salomon Bravmann einen Antrag auf Ausstellung eines Auslandspasses zur Ausreise nach Amerika. Aus diesem Grund, so hieß es in einem Schreiben der Ortsgruppe der NSDAP Höchberg vom 5. Dezember 1938, beabsichtige er, sein gesamtes Vermögen, bestehend aus Wohnhaus mit Nebengebäude und etwa drei Morgen Feld, zu verkaufen. Das Anwesen Bravmann in Höchberg (Pl. NR. 452 1/3, Wohnhaus Nr. 547) mit Keller, Stall mit Futterboden, Wagenhalle mit Futterboden, Garten und Hofraum zu 0,034 Hektar wurde mit notariellem Kaufvertrag im Einvernehmen mit dem Kreiswirtschaftsberater der NSDAP, Wiblishauser, am 10.11.1939 von der Gemeinde Höchberg zu einem Preis von 12000 Reichsmark gekauft. Der Verkaufserlös wurde aufgrund reichsgesetzlicher Bestimmungen auf ein Sperrkonto der Dresdner Bank eingezahlt und kam so nicht zur freien Verfügung der Eheleute. Salomon Bravmann wanderte jedoch nicht aus. Sein Anwesen wurde im Jahr 1940 zur Landpolizeistation umgebaut. Ab diesem Zeitpunkt wohnten er und seine Frau zusammen mit Emanuel und Miriam Eldod, deren Tochter Rifka und der Rentnerin Recha Eldod, der Schwester von Emanuel Eldod, im Gebäude der ehemaligen Präparandenschule. Gerade an diesem Haus wurde die nationalsozialistische Zeitschrift „Der Stürmer“ mit Vorliebe angebracht. Salomon Bravmann arbeitete weiterhin als einziger Jude bei einem Landwirt. Er ließ auch ein zweites Ausreisevisum verfallen, weil er so mit seiner Heimat verbunden war. Als er 1942 das dritte Ausreisevisum in Händen hielt, war es zu spät: Seine Ausreise wurde nicht mehr genehmigt, obwohl er bereits eine Arbeitsstelle auf einer Farm in Südamerika hatte. Salomon Bravmann wurde am 25.04.1942 zusammen mit seiner Ehefrau, Recha und Rifka Eldod nach Krasniczyn deportiert. Auf dem Deportationstransport wurde er als Ordner eingeteilt für die Juden aus Thüngen, Veitshöchheim, Estenfeld, Geroldshausen, Höchberg, Oberaltertheim, Reichenberg, Rimpar und Unteraltertheim. Salomon, Selma, Recha und Rifka wurden im Raum Lublin ermordet. Quellen: [1003], Seite "Wir wollen uns erinnern", dort angegeben: Richard Bauer, „Markt Höchberg Heimatbuch und Chronik; 1245 Jahre Geschichte eines fränkischen Marktes“, S. 127 f.