Selma Bravmann geb. Rosenstock (1887 - 1942)

Selma Bravmann geb. Rosenstock wurde am 25.05.1887 in Laudenbach bei Weikersheim geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Laudenbach (Weikersheim), Höchberg, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Bravmann Salomon.

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Selma Bravmann und ihr Mann Salomon lebten in Höchberg im Haus Nr. 547. Nachdem ihr Ehemann Ende 1938 einen ersten Antrag auf Ausreise in die USA gestellt hatte, verkaufte er aus diesem Grund, so hieß es in einem Schreiben der Ortsgruppe der NSDAP Höchberg vom 5. Dezember 1938, sein gesamtes Vermögen. Der Verkaufserlös von 12000 Reichsmark wurde aufgrund reichsgesetzlicher Bestimmungen auf ein Sperrkonto der Dresdner Bank eingezahlt und kam so nicht zur freien Verfügung der Eheleute. Da Samuel Bravmann das erste und auch ein zweites Ausreisevisum verfallen ließ, weil er so sehr in seiner Heimat verwurzelt war, bewohnte Selma Bravmann ab 1940 zusammen mit ihrem Mann, Emanuel und Miriam Eldod, deren Tochter Rifka und ihrer Tante Recha Eldod das Gebäude der ehemaligen Präparandenschule. Oft wurde hier die nationalsozialistische Zeitschrift „Der Stürmer“ angebracht. Trotz eines dritten Ausreisevisums und obwohl ihr Mann bereits eine Stelle in einer südamerikanischen Farm hatte, wurde Selma zusammen mit Salomon am 25.04.1942 nach Krasniczyn deportiert und im Raum Lublin ermordet.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.