Max Fechenbach (1896 - 1976)

Max Fechenbach wurde am 29.11.1896 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Karlsruhe, Berlin, Ghetto Theresienstadt, New York.

Seine Eltern waren Fechenbach Noe (Noa) (11.04.1859–19.11.1935) und Fechenbach Rosalie (Rosa) geb. Weikersheim (19.07.1868–April 1935).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Fechenbach Selma geb. Heimann / Haimann.

Er war in 2. Ehe verheiratet mit Fechenbach Mathilde geb. Pollak, die Ehe wurde am 1928 in Tübingen geschlossen.

Seine Kinder waren Fechenbach Walter (12.02.1928–11.07.2007) und Loewenberg Susan (Susi) geb. Fechenbach (12.04.1933–06.07.2018).

Er starb am 00.10.1976 in New York.

Weitere Angaben aus den Quellen: Koch, Konditor; Kaufmann. Jüd. Volksschule und Maxschule in Würzburg. Vierjährige Koch- u. Konditorlehre in Karlsruhe. Küchenchef in einem Berliner Hotel. Ab 1915 Kriegsteilnehmer; dreimal verwundet, verlor den rechten Fuß, EK II u.a. Auszeichnungen. Nach dem Krieg Kaufmann und Reisender in Würzburg, zuletzt bei der Weinhandlung Felix Baumblatt. Mitglied der SPD. Im Frühjahr 1936 denunziert, als er während einer Geschäftreise in Bamberg einen befreundeten Friseur bat, eine NS-Radiosendung abzustellen ("Schalt den Quatsch aus"). Drei Monate Haft. Entzug des Führerscheins und Verlust der Wohnung. Eröffnete einen "jüd. Mittags- u. Abendtisch". Im Novemberpogrom 1938 ebenso wie die Wohnung demoliert, wurde der Betrieb auf Anordnung der Gestapo einige Tage später wieder aufgenommen, um die Juden von den öffentlichen Lokalen fernzuhalten; dann Ende 1941, nach dem Einsetzen der Deportationen, geschlossen. Übernahm die Küchenleitung im Heim Dürerstr. 20. Am 23. Sept. 1942 mit der Familie nach Theresienstadt deportiert. Er wurde dort als Chef der Küchenzentrale (drei Küchen für rund 15 000 Personen) eingesetzt. Befreit im Mai 1945. Kehrte mit der Familie nach Würzburg zurück und setzte sich für die Wiedergründung der IKG (Israelitische Kultusgemeinde) (Vorstandsmitglied) und Wiederaufbau des jüd. Altersheimes ein. Mitglied im ersten Stadtrat nach dem Krieg und im Bayer. Landtag (?). Im Aug. 1946 in die USA ausgewandert. [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.