Justin Frankel (Fränkel) (1896 - 1984)

Justin Frankel (Fränkel) wurde am 28.10.1896 in Obbach (Euerbach) geboren und lebte in Obbach, Würzburg, Erlangen, Bamberg, USA, Cincinnati, Hofheim in Unterfranken, Höchberg.

Seine Eltern waren Fränkel Mendel (13.05.1868–1932) und Fränkel Fanny geb. Grünbaum (11.11.1867–27.09.1944).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Frankel (Fränkel) Frieda geb. Blatt, die Ehe wurde am 12.08.1923 geschlossen.

Er starb am 19.10.1984 in Cincinnati.

Die Grabstätte befindet sich im "Covedale, Ohio - New Hope Cemetery".

Weitere Angaben aus den Quellen: Justin Frankel (Fränkel) wuchs mit seiner jüngeren Schwester Berta in der Familie des Viehhändlers und Metzgers Mendel Fränkel und seiner Frau Fanny in der Gemeinde Obbach, Kreis Schweinfurt auf. Justin besuchte ab 1911 die Isr. Präparandenschule in Höchberg bei Würzburg. Ab 1914 bis 1919 machte er eine Ausbildung an der Isr. Lehrerbildungsanstalt ILBA in Würzburg; unterbrochen durch seine Zeit als Kriegsteilnehmer im I. Weltkrieg. [1016] Justin Fränkel unterrichtete später über einen längeren Zeitraum am Mädchengymnasium in Erlangen. Ab 1923 war er mit Frieda Blatt aus Obbach verheiratet; 1924 wurde sein Sohn Ernst geboren, 1927 die Tochter Edith (Schwarz). Justin prägte als Religionslehrer und Kantor die noch junge Kultusgemeinde Erlangen und engagierte sich im Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens; Schriftführer der Ortsgruppe (1932). [1023] NS-Zeit: Im September 1934 Misshandlundlung durch einen SA-Mann. 1936, nach dem verfolgungsbedingten Berufsverbot, zog Justin nach Bamberg und arbeitete dort an einer jüd. Sonderklasse der Volksschule. Im April 1937 wurde er verhaftet im Zusammenhang der Ritualmordlegende zu Manau, Kreis Haßberge; danach, im November 1937, ging er wieder zurück nach Erlangen. Justin Fränkel konnte im Juli 1938 in die USA emigrieren. Seine Mutter Fanny und seine Schwester Berta wurden im Holocaust ermordet. Justin Frankel starb 1984 mit 87 Jahren in Cincinnati, betrauert von seiner Frau Frieda, den Kindern Ernst und Edith, Enkeln und Urenkeln. [1021].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.