Emil Frankenfelder wurde am 14.04.1874 in Heidingsfeld geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Heidingsfeld (Würzburg), Würzburg, Ghetto Theresienstadt, KZ Auschwitz. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Frankenfelder Jeremias (13.05.1846–24.08.1914) und Frankenfelder Therese geb. Bein (24.08.1850–21.08.1926).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Frankenfelder Sofie geb. Landauer, die Ehe wurde am 1904 in Heidingsfeld geschlossen.
Er starb am 00.10.1944 in KZ Auschwitz.
Weitere Angaben aus den Quellen: Emil Frankenfelder entstammte einer alteingesessenen jüdischen Familie in Heidingsfeld. Wie schon sein Vater Jeremias Frankenfelder und sein Großvater Raphael Frankenfelder erlernte er das Metzgerhandwerk und war über mehrere Jahrzehnte in dem Gewerbe tätig. Bis zu seiner Eheschließung und Existenzgründung als selbstständiger Metzgermeister und Großschlächter im Jahr 1904 arbeitete er wohl im elterlichen Betrieb in der Augustinerstr. 4 in Würzburg oder einer Filiale mit. Danach war er in seinem eigenen Betrieb in der Gerberstraße 14 tätig. 1908 erhielt er die Konzession für den Fleischgroßhandel. Trotz seines vorgerückten Alters nahm er, wie seine jüngeren Brüder Adolf, Alfred und Raphael am I. Weltkrieg teil. Wahrscheinlich bis Ende der 1930er Jahre führte er sein Geschäft, das in seinem Wohnhaus in der Pleichertorstraße 30 untergebracht war, weiter. Seine Frau Sofie unterstützte ihn dabei. Neben dem dortigen Haus- und Grundbesitz gehörten ihm sowie seinen vier Geschwistern einzelne Ländereien aus dem Familienerbe. Das kinderlose Ehepaar war zuletzt, nach der Entrechtung und Enteignung, zwangsweise im jüdischen Heim Konradstraße 3 untergebracht. Emil Frankenfelder wurde zusammen mit seiner Frau am 23.09.1942 nach Theresienstadt deportiert, am 18.05.1944 nach Auschwitz gebracht und dort wohl im Oktober 1944 ermordet.[1016].