Ernst Justin Friedenhain (1906 - 1970)

Ernst Justin Friedenhain wurde am 11.06.1906 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Nürnberg, Leipzig, Paraquay, Sao Paulo.

Seine Eltern waren Friedenhain Elsa geb. Dillenberger (17.10.1882–1941/1942) und Friedenhain Salomon (Sali, Sol) (20.09.1872–18.01.1938).

Er starb am 13.11.1970 in Sao Paulo.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann, Handelsvertreter. Ernst Friedenhain wuchs in der Kaufmannsfamilie Salomon und Else Friedenhain in der Theresienstraße 9 in Würzburg auf. Er besuchte hier das Realgymnasium. Nach seiner kaufmännischen Berufsausbildung arbeitete er wohl in der Familienfirma "Abraham Friedenhain" mit. 1933 zog er als Reisender für eine Likörfabrik in Hanau nach Nuernberg. NS-Regime: Im Januar 1936 wurde er wegen "Rassenschande" mit der nichtjüd. Verlobten festgenommen; das seit Jahren verbundene Paar wurde nach einem heimlichen Zusammensein im tschechischen Kurort Marienbad denunziert. Ernst Friedenhain wurde wegen der seit 1935 strafbaren Handlung zu acht Monaten Gefängnis. Er lebte spaeter in Leipzig. Ende November 1938 emigrierte er nach Paraguay. Nach der Mitteilung eines Enkels starb er 1970 an einer Herzattacke in der brasilianischen Stadt Sao Paulo. [1016] Quelle: -Vitor Friedenhain, E-Mail an das Johanna-Stahl-Zentrum Würzburg (Dr. Rotraud Ries), 31.10.2014.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.