Hermann Fromm (1878 - 1942)

Hermann Fromm wurde am 10.10.1878 in Grosslangheim geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Großlangheim, Mönchberg, Miltenberg, Frankfurt am Main, Izbica. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Fromm Helene geb. Kupfermann (28.02.1845–23.10.1916) und Fromm Manasse (Menahem) (09.12.1902).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Fromm Friederike geb. Löb, die Ehe wurde am 08.11.1904 in Röllbach geschlossen.

Seine Kinder waren Fromm Erna Babette (07.12.1908) und Fromm Max (21.08.1905–07.03.1944).

Er starb am 1942 in Izbica (Raum Lublin).

Weitere Angaben aus den Quellen: Hermann Fromm führte in Miltenberg ein Geschäft für Woll- und Weißwaren. Erklärungen zu Dokumente erfassen: Das Foto unter Individuelle Informationen von Friederike Rice Fromm, geborene Löb und Hermann Fromm wurde aus dem Spessart-Heft Nr.7/1992, Seite 13, entnommen. Hermann Fromm verkaufte sein Haus in Mönchberg 1911 an Pius Eilbacher, der darin eine Gemischtwarenhandlung einrichtete. 1920 entstand in Mönchberg vor dem ehemaligen Frommschen und jetzt Eilbacherschen Haus die Fotoaufnahme. Erste von rechts Friederike Rice Fromm, zweiter von rechts Hermann Fromm. Fromm zog 1910 nach Miltenberg und eröffnete in der Hauptstraße 113 (alte Hausnummer 246) ein Geschäft für Weißwaren und Wolle. Im Spessartheft Nr.7/1992 ist Hausnummer 118 (neue Hausnummer) vermerkt, was jedoch falsch ist. In der Hauptstraße Nr. 118, (alte Hausnummer 263) wohnte die Familie Selig. Das im Spessart-Heft Nr. 7/1992, auf Seite 13, das zweite von oben gezeigte Foto, zeigt das Haus der Familie Selig. Das Haus der Familie Fromm lag gegenüber. [1029] Im Spessartheft 10/1989 wird auf Seite 17 unter der Überschrift "Mit Pferdewagen zum Kunden" über Hermann Fromm berichtet, dass er bei seinen Kundenbesuchen über seine Kriegserlebnisse im I. Weltkrieg berichtete. Nachzulesen unter Individuelle Informationen. Quelle: Spessart Heft 10/1989, Seite 17, Bericht von Eduard Schmitt. Am 28.08.1940 zog Hermann Fromm verfolgungsbedingt nach Frankfurt am Main in den Bäckerweg 9. Die Adresse "Bäckerweg 9" war eine Sammelunterkunft, eine Zuflucht für Juden, die den Schikanen zu entgehen hofften, denen sie in Dörfern und Kleinstädten ausgesetzt waren. Quellen: Spessartheft Nr. 7/1992, Seite 13 und Jüdisches Museum, Frankfurt. In der Festschrift 150 Jahre Turnverein Miltenberg steht, dass Hermann Fromm auswandern konnte, was nach den Informationen des Jüdischen Museums Frankfurt nicht zutrifft. Hermann Fromm wurde nach Izbica [1003] deportiert und hat nicht überlebt. Zu Hermann Fromm gibt es Informationen in der Datenbank des jüdischen Museums, Frankfurt am Main, die auf der u.a. im wesentlichen Entschädigungsakte in Wiesbaden beruhen. Er wurde wohl im Alter von 63 Jahren am 8. oder am 24. Mai 1942 aus Frankfurt in das Ghetto Izbica verschleppt, wo er wahrscheinlich ums Leben kam. Es liegen dazu keine Deportationslisten vor. Sein Todesdatum wurde auf den 08.05.1945 festgesetzt. Quelle: HHSTA Abt. 518/11589, Jüdisches Museum Frankfurt 1996-2013, Texte: Heike Drummer/Jutta Zwilling. Information von Frau Monica Kingreen, Frankfurt Pädagogisches Zentrum FFM Fritz Bauer Institut vom 21.01.2014. Hermann Fromm hatte zwei Kinder: Max Fromm , der in Raasiku am 07.03.1944 ermordet wurde. [1003]. Die Ehefrau von Max, Alice und sein Enkel, der einjährige Gerson wurden ebenfalls nach Raasiku deportiert und ermordet. [1003] Die Tochter link(Erna Babette Fromm # 33698) lebte nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA. Quelle: Jüdisches Museum Frankfurt.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.