Louis Gallinger wurde am 13.06.1874 in Wittelshofen geboren und lebte in Wittelshofen, Würzburg, Miltenberg, Sommerhausen.
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Gallinger Berta geb. Lindo.
Seine Kinder waren Sundheimer Selma geb. Gallinger (06.12.1903–04.06.1943), Gallinger Joseph Stephen geb. Gallinger Josef (13.03.1912–Mai 1976) und Deutsch Rita geb. Gallinger (1906).
Er starb am 13.03.1941 in Würzburg.
Weitere Angaben aus den Quellen: Louis Gallinger stammte aus der Viehhändlerfamilie Joseph und Babette Gallinger in der mittelfränkischen Gemeinde Wittelshofen. Wie schon sein Vater war er ein führendes Mitglied der Jüd. Gemeinde im Ort, die aber seit Ende des 19.Jahrhunderts stark abnahm und ab 1928 keinen Minjan mehr zählte. Er leitete zeitweise die Israelitische Kultusgemeinde Wittelshofen, ehe er vermutlich um 1930 wie andere jüd. Einwohner den Ort verließ. [1023] Mit seiner Frau Berta zog er zur Tochter Selma Sundheimer und einer Schwägerin nach Sommerhausen im Kreis Würzburg, dann im August 1937 nach Miltenberg. [1029] Ab Ende 1938 verwitwet, kam Louis Gallinger im Mai 1940 in das Altersheim Konradstraße 3 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung in Würzburg. Er starb dort im März 1941 mit 66 Jahren. [1143] Vater des in Würzburg ausgebildeten Lehrers und Rabbiners Joseph Gallinger. [1016] Seine Tochter Selma wurde mit ihrer Familie aus dem niederländischen Exil deportiert und ermordet.