Blanka Beate Grünebaum (1910 - 1942)

Blanka Beate Grünebaum wurde am 27.09.1910 in Groß-Karben geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Groß-Karben, Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Grünebaum Max (11.03.1871–10.06.1934) und Grünebaum Rosa geb. Oppenheimer (23.11.1883–26.03.1942, 1941/1942).

Sie starb am 26.03.1942 in Raum Riga.

Weitere Angaben aus den Quellen: Beate, genannt Blanka Grünebaum wurde 1910 geboren und wuchs in der hessischen Gemeinde Groß-Karben bei Frankfurt am Main als Tochter der Kaufmannsfamilie Max und Rosa Grünebaum, geb. Oppenheimer, auf. Sie kam mit ihrer Mutter im Dezember 1938 nach Würzburg - ihr Vater war am 10.06.1934 in Großkarben gestorben. Beide Frauen waren wohl nach den äußerst brutalen antijüdischen Ausschreitungen im Novemberpogrom 1938 aus ihrer Heimatgemeinde vertrieben worden und kamen bei Schwestern der Mutter (Berta Wolf, geb. 1879, Kleinheubach; Sofie Oppenheimer, geb. 1881, Kleinheubach) unter, ehe sie in ein Würzburger "Judenhaus" ziehen mussten. Beate arbeitete wahrscheinlich als Beschäftigte in einem der jüdischen Heime in der Stadt. Am 27. November 1941 wurde sie mit ihrer Mutter in der ersten Würzburger Deportation nach Riga-Jungfernhof verschleppt. Ihre Tante Berta und deren Mann Hermann Wolf wurden am 23. September 1942 ins KZ Theresienstadt deportiert. Ein Neffe gibt an, dass Beate zwischen 1940 und 1945 von deutschen Truppen in den Pyrenäen mit ihrer Mutter Rosa ermordet wurde. In dem Erinnerungsbericht der ebenfalls aus Würzburg nach Riga deportierten Käthe Frieß, den diese nach ihrer Befreiung 1945 im Flüchtlingslager Holsbybrunn/Schweden im Juni und Juli 1945 niederschrieb, deutet Frieß allerdings an, dass Beate Grünebaum, die mit Käte Frieß befreundet war, am 26. März 1942 zusammen mit ihrer Mutter beim Massaker im Wald von Bikernieki ermordet wurde. Letztlich besteht aber keine Gewissheit über Beates weiteres Schicksal. "Beatchen, Du mit Deiner ewigen Sehnsucht nach der großen Liebe, ach wie bald seid ihr von mir gegangen. Lebt wohl, Ihr beiden! Ihr zwei guten Kameraden!" (Sandow, S. 36), dieses Denkmal setzt Käte Frieß ihren beiden Freundinnen Beate und Marianne Rein, die mit ihr Zwangsarbeit in der Schuhkammer des Lagers Jungfernhof verrichten mussten. Anmerkung: Zum Erinnerungsbericht von Käthe Frieß, s. Sandow, Christin, "Schießen Sie mich nieder!" Käte Frieß` Aufzeichnungen über KZ und Zwangsarbeit von 1941 bis 1945, Berlin 2017.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.