Rosa Grünebaum geb. Oppenheimer (1883 - 1942)

Rosa Grünebaum geb. Oppenheimer wurde am 23.11.1883 in Kleinheubach geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Kleinheubach, Groß-Karben, Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Oppenheimer Isaak (01.11.1844–26.12.1895) und Oppenheimer Therese geb. Rothstein (14.01.1845–27.09.1927).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Grünebaum Max, die Ehe wurde am 1909 in Würzburg geschlossen.

Ihr Kind war Grünebaum Blanka Beate (27.09.1910–26.03.1942).

Sie starb am 26.03.1942, 1941/1942 in Raum Riga.

Weitere Angaben aus den Quellen: Rosa Grünebaum wurde 1883 geboren und wuchs bei ihren Eltern Isaak und Therese Oppenheimer, geb. Rothstein, in der unterfränkischen Marktgemeinde Kleinheubach im Landkreis Miltenberg auf. Ihr Vater war dort Metzgermeister, aber schon am 26.12.1896 verstorben. Ihre Mutter lebte nach dessen Tod ab 1901 in Würzburg. Rosa hatte sechs Geschwister: Nathan, Dorothea, Klara, Berta, Sofie und Moses. Von Dorothea ist bekannt, dass sie in den USA verstarb. Rosa Grünebaum lebte nach ihrer Heirat 1909 mit Max Grünebaum in Würzburg lange Zeit in der hessischen Gemeinde Groß-Karben. Dort kam am 27.09.1910 auch ihre Tochter Beate zur Welt. Ihr Mann Max verstarb am 10.06.1934 in Groß-Karben. Nach den brutalen Ausschreitungen im Novemberpogrom 1938 suchte sie mit ihrer Tochter wohl bei ihrer Schwester Berta Wolf in Würzburg Zuflucht. Am 27. November 1941 wurde sie mit ihrer Tochter von einem Würzburger "Judenhaus" mit dem Ziel Riga-Jungfernhof deportiert. In dem Erinnerungsbericht der ebenfalls aus Würzburg nach Riga deportierten Käthe Frieß, den diese nach ihrer Befreiung 1945 im Flüchtlingslager Holsbybrunn/Schweden im Juni und Juli 1945 niederschrieb deutet Frieß an, dass Rosa Grünebaum zusammen mit ihrer Tochter Beate, die mit Käthe Frieß befreundet war, am 26. März 1942 beim Massaker im Wald von Bikernieki ermordet wurde. Letztlich besteht aber keine Gewissheit über Rosas weiteres Schicksal. Anmerkung: Zum Erinnerungsbericht von Käthe Frieß, s. Sandow, Christin, "Schießen Sie mich nieder!" Käte Frieß` Aufzeichnungen über KZ und Zwangsarbeit von 1941 bis 1945, Berlin 2017.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.