Willy Grünfeld (1896 - 1942)

Willy Grünfeld wurde am 27.10.1896 in Tauberrettersheim geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Tauberrettersheim, Aub, Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Grünfeld Margareta geb. Sulzbacher (30.03.1867–13.05.1944) und Grünfeld Adolf.

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Grünfeld Frieda geb. Neuhöfer.

Seine Kinder waren Grünfeld Alfred (07.08.1930–1941/1942) und Grünfeld Hannelore (21.10.1928–1941/1942).

Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.

Weitere Angaben aus den Quellen: Willy Grünfeld wurde 1896 geboren und wuchs als Sohn des Kaufmanns Adolf Grünfeld und seiner Frau Gretchen, geb. Sulzbacher, in der unterfränkischen Gemeinde Tauberrettersheim, Landkreis Würzburg auf. Er hatte noch einen Bruder, Leo Grünfeld (geboren vermutlich 1901, Tauberrettersheim). In den Jahren 1917 und 1918 leistete er Kriegsdienst. Danach lebte er zunächst in Tauberrettersheim und später - vermutlich nach seiner Heirat mit Frieda Neuhöfer im Jahr 1927 - in der nahen Kleinstadt Aub. Das Paar bekam die beiden Kinder Hannelore (geb. 1928, Aub) und Alfred (geb. 1930, Aub). Nach den brutalen Ausschreitungen des Novemberpogroms 1938 suchte die Familie Zuflucht in Würzburg, wo sie zunächst in der Johannitergasse 7 und später in der Kapuzinerstraße 21 - einem sogenannten "Judenhaus" - lebte. Willy folgte ihnen Anfang 1939, wohl nach der "Schutzhaft" im KZ Dachau, aus der er am 19. Januar 1939 entlassen wurde. Er musste dann, nach dem Verlust seiner beruflichen und bürgerlichen Existenzgrundlage, Zwangsarbeit in Würzburg leisten. Am 27. November 1941 wurde er mit seiner Familie mit dem Ziel Riga-Jungfernhof deportiert. Über seine genauen Todesumstände ist nichts bekannt.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.