Bella Kahn geb. Löwenthal (1892 - 1942)

Bella Kahn geb. Löwenthal wurde am 08.09.1892 in Hösbach geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Hösbach, Aschaffenburg, Krasniczyn, Raum Lublin, Gräfenhausen, Würzburg. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Löwenthal Jettchen geb. Gernsheimer (26.05.1868–11.07.1918) und Löwenthal Wolf (09.05.1924).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Kahn Siegfried, die Ehe wurde am 27.04.1920 in Hösbach geschlossen.

Ihr Kind war Kahn Gustav (06.07.1934–1942).

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Bella wurde am 8. September 1892 in Hösbach als erstes Kind des Metzgers Wolf Löwenthal und seiner Frau Jettchen geboren. Bella heiratete 1920 Siegfried Kahn aus Gräfenhausen. Bei der Trauung waren ihr Schwiegervater Gustav Kahn und ihr Vater Wolf die Trauzeugen. Ihr Mann Siegfried arbeitete bis 1938 als Kaufmann und Arbeiter in Gräfenhausen. Am 6. Juli 1934 brachte Bella dort ihren Sohn Gustav zur Welt. Acht Tage vor dem Novemberpogrom, am 1. November 1938, zogen sie - sicher erzwungenermaßen - von Gräfenhausen nach Aschaffenburg zu der Familie von Bellas Schwester Berta in die Fabrikstraße 4. Bellas Ehemann starb dort bereits im Oktober 1941. Bella und ihr Sohn Gustav, der acht Jahre alt war, wurden im April 1942 über Würzburg nach Krasniczyn deportiert. Ihre Schwester Berta mit zwei Kindern und ihr Bruder Julius mit Frau und zwei Kindern wurden im gleichen Deportationszug verschleppt. Alle wurden im Raum Lublin von den Nationalsozialisten getötet. Am 17.3.1953 wurde Bella vom Amtsgericht Aschaffenburg mit Datum 31.12.1945 für tot erklärt. Für Bella ist ein Stolperstein in Aschaffenburg verlegt worden.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.