Gustav Kahn wurde am 06.07.1934 in Gräfenhausen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Gräfenhausen, Aschaffenburg, Krasniczyn, Raum Lublin, Würzburg. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Kahn Siegfried (22.01.1887–26.10.1941) und Kahn Bella geb. Löwenthal (08.09.1892–1942).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Gustav Kahn wurde am 6. Juli 1934 in Gräfenhausen geboren. Seine Mutter war Bella Kahn, geb. Löwenthal. Sein Vater war Siegfried Kahn, der bis 1938 als Kaufmann und Arbeiter in seiner Heimatstadt Gräfenhausen arbeitete. Acht Tage vor dem Novemberprogrom 1938, am 1. November, zog die Familie von Gräfenhausen nach Aschaffenburg in die Fabrikstraße 4. Gustavs Vater Siegfried starb dort im Oktober 1941. Als Gustav acht Jahre alt war, wurde er mit seiner Mutter über Würzburg am 23.04.1942 deportiert. Am 25.04.1942 wurde er dann von Würzburg nach Krasniczyn deportiert. Viele Verwandte mütterlicherseits waren im gleichen Transport: seine Tante Bertha, seine Cousins Werner (16 Jahre) und Inge (12 Jahre), ebenso sein Onkel Julius, dessen Ehefrau Rosa sowie seine Cousins Walter (16 Jahre) und Benno (15 Jahre). Alle wurden im Raum Lublin ermordet. Somit überlebte kein einziges der fünf Enkelkinder von Wolf und Jettchen Löwenthal die nationalsozialistische Terrorherrschaft. Für Gustav ist ein Stolperstein in Aschaffenburg verlegt worden.