Adolf Hamburger (1901 - 1942)

Adolf Hamburger wurde am 02.04.1901 in Kitzingen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Kitzingen, Würzburg, Nürnberg, Hannover, Bad Neustadt, Riga-Jungfernhof, Wald von Bikernieki. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Hamburger Louis (29.04.1871–um 1935) und Hamburger Nathalie geb. Kahn (07.11.1872–05.06.1943).

Er starb am 26.03.1942 in Wald von Bikernieki.

Weitere Angaben aus den Quellen: Adolf Hamburger wurde 1901 geboren und wuchs als zweites Kind von Louis und Natalie Hamburger, geb. Kahn, in Würzburg auf, nachdem seine Eltern 1902 von Bütthard zugezogen waren. Er hatte noch zwei Geschwister, Max (geboren 1897) und Resi (geb. 1907), die beide emigrieren konnten: Resi, die 1924 nach Wiesbaden verzogen war, heiratete Rudolf Nachmann, mit dem sie die Tochter Inge bekam und starb 1981 in Atlanta/USA; dem Rechtsanwalt Dr. jur. Max Hamburger gelang die Emigration nach England mit dem Ziel New York im Juli 1939. Adolf selbst besuchte in Würzburg das Realgymnasium und machte eine Lehre zum Bankkaufmann. Danach war er als Kaufmann in Nürnberg und Hannover, ab 1923 wahrscheinlich im väterlichen Manufakturwaren- und Restegeschäft Louis Hamburger in Würzburg tätig, das später noch um Mode-, Weißwaren und Damenkonfektion erweitert wurde. 1936 zog er in die unterfränkische Kreisstadt Bad Neustadt. Ende 1938, wohl ausgelöst durch das Novemberpogrom 1938, kehrte er nach Würzburg, wo er in der Neubaustraße 34 wohnte, zurück und musste ab 1939 Zwangsarbeit in der Stadt leisten. Am 27. November 1941 wurde der unverheiratete Mann von Würzburg mit dem Ziel Riga-Jungfernhof deportiert. Adolf Hamburger wurde am 26. März 1942 bei einer Massenexekution im Wald von Bikernieki ermordet.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.