Fanny Hammelburger wurde am 07.03.1907 in Haßfurt geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Haßfurt, KZ Auschwitz, Würzburg. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Hammelburger Moritz (1863–21.09.1927) und Hammelburger Sara (Sabina) geb. Rosenthaler, Rosenthal / Rosenthaler ? (30.07.1867).
Sie starb am 1943 in KZ Auschwitz.
Weitere Angaben aus den Quellen: Fanny Hammelburger war eine Tochter aus der zweiten Ehe des Lehrers Moritz Hammelburger. Dieser starb Ende 1927 nach über 40 Dienstjahren in der unterfränkischen Kreisstadt Haßfurt. Fanny besuchte wohl die Volksschule in ihrer Heimatstadt und machte vielleicht im Anschluss eine Ausbildung zur Krankenschwester. Von 1928 bis 1931 war sie in der Stadt Würzburg berufstätig, wo ihr Halbbruder Ludwig Hammelburger, ein promovierter Lehrer, seit einigen Jahren lebte. Um 1933 zog sie anscheinend mit ihrer verwitweten Mutter Sara Hammelburger nach Würzburg und teilte mit ihr eine Wohnung. Fanny war nach 1933 Mitglied im Jüd. Kulturbund Würzburg (Kulturbund Deutscher Juden). Sie wurde wohl auch bald von den rassistischen Berufsverboten betroffen und konnte dann in ihrem erlernten Beruf nur noch für jüd. Einrichtungen arbeiten. Sie arbeitete zuletzt als Angestellte der Jüd. Gemeinde Würzburg in den Heimen Dürerstr. 20 und Konradstr. 3 der "Israelitischen Kranken- und Pfründnerhausstiftung". Diese Kranken- und Altenheime wurden ab 1939 mehr und mehr als Sammelunterkünfte für die aus den zahlreichen jüd. Landgemeinden vertriebenen oder ihrer Wohnung in der Stadt beraubten Personen genutzt (Judenhaus). Mit den großen Deportationen nach Theresienstadt, am 10. und am 23. September 1942, wurden die Heime "judenfrei", sodass Fanny Hammelburger Ende September 1942 formal entlassen wurde, aber wohl weiter als Krankenschwester tätig blieb. Die letzten rund 60 jüdischen Bürger Würzburgs, von einigen Partnern aus "Mischehen" abgesehen, wurden in den "Judenhäusern" Faulenbergstraße o.Nr.(dem Friedhofsgebäude) oder wie Fanny in der Bibrastraße 6 einquartiert, ehe sie "nach Osten" verschleppt wurden. Die nun 43jährige Fanny Hammelburger wurde am 17. Juni 1943 ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordet. [1016][1003][1005].