Martha Handburger geb. Engelhardt wurde am 07.04.1904 in Ullstadt (Markt Sugenheim) geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Ullstadt, Scheinfeld, Würzburg, Riga-Jungfernhof, Wald von Bikernieki. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Engelhardt Bernhard (04.12.1877–15.05.1937) und Engelhardt Jeanette geb. Thalheimer (16.06.1877–04.03.1937).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Handburger Adolf.
Sie starb am 26.03.1942 in Wald von Bikernieki.
Weitere Angaben aus den Quellen: Martha Handburger wurde 1904 als Tochter des Schnittwarenhändlers Bernhard Engelhardt und seiner Frau Jeanette, geborene Thalheimer, in Ullstadt geboren und wuchs dort und in Scheinfeld in Mittelfranken auf. Sie heiratete den Kaufmann Adolf Handburger, der in ihre elterliche Firma "Bernhard Engelhardt" in Scheinfeld als Mitinhaber eintrat. Nach dem Novemberpogrom 1938 suchte sie mit ihm bei dessen Verwandten in Würzburg Zuflucht. Im Frühjahr 1941 stellte das Ehepaar einen Antrag auf Einwanderung in die USA, der aber erfolglos blieb. Am 27. November 1941 wurde das anscheinend kinderlose Paar vom Würzburger "Wikide(Judenhaus)" in der Hindenburgstraße 21 nach Riga in das Außenlager Riga-Jungfernhof deportiert. Martha Handburger wurde am 26.03.1942 bei der Massenerschießung im Wald von Bikernieki ermordet. Anmerkung: Zum Antrag auf Einwanderung in die USA und zur Benachrichtigung des amerikanischen Generalkonsulats in Stuttgart vom 21.04.1941, Registrierungsnummer 25404, vgl. Benz, Wolfgang: Der Holocaust. 8. Aufl. München 2014, S. 75.