Hermann Hersch (1873 - 1943)

Hermann Hersch wurde am 02.03.1873 in Hassloch geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Haßloch, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, Aschaffenburg, Mainz. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Hersch Isaak (05.12.1832–05.02.1875) und Hersch Regina geb. Landmann (?18.06.1835).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Hersch Eugenie geb. Obermayer, die Ehe wurde am 1904 geschlossen.

Seine Kinder waren Hersch Walter Leo (20.03.1908–27.03.2005) und Hersch Friedrich W. (Wilhelm) (21.05.1915–15.10.1990).

Er starb am 04.01.1943 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann; Weinhändler. Hermann Hersch wuchs in der damals bayerischen Kleinstadt Haßloch, Rheinland-Pfalz, in der Händlerfamilie Isaak und Regina Herrsch auf. Nach seiner Schul- und Berufsausbildung arbeitete er als Kommis, Kaufmännischer Angestellter in verschiedenen Städten, so in Aschaffenburg (1894-1897) und Mainz. 1904, im Jahr seiner Heirat mit Eugenie Obermayer, zog er nach Würzburg und trat als Teilhaber in die Weingroßhandlung des Schwiegervaters Josef Obermayer ein. 1911/12 Austritt und Gründung der eigenen Weinhandlung ("Hermann Hersch", Vertretungen). I. Weltkrieg: Kriegsteilnehmer in einer bayerischen Nachrichten-Ersatz-Abteilung, Funker. Um 1919 Mitglied der konterrevolutionären Einwohnerwehr in Würzburg. NS-Regime: 1935 wurde er denunziert wegen angeblicher Verspottung des Hitler-Grußes in einem Cafe; Verwarnung, Androhung von "(Schutzhaft)". 1936/37 übernahm er die kaufmännische Führung der Weinhandlung Julius Obermayer, vermutlich bis zur erwungenen Geschäftsaufgabe Anfang 1939. 1940/41 musste er, fast 70jährig, Zwangsarbeit bei der Stadtverwaltung Würzburg leisten, später die langjährige Familienwohnung in der Leistenstraße 17 räumen und in ein "Judenhaus" ziehen. Am 23.September 1942 wurde er mit seiner Frau Eugenie von ihrer letzten Unterkunft im Heim Dürerstraße 20 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung Würzburg ins Theresienstadt deportiert. [1016][1003][1027].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.