Hannah Gertrud, Hannah(Hanna) Gertrud Hickman geb. Weinberger (1928 - 2005)

Hannah Gertrud, Hannah(Hanna) Gertrud Hickman geb. Weinberger wurde am 03.02.1928 in Hof (Saale) geboren und lebte in Hof, Würzburg, England, Bristol, Manchester, Altrincham, London.

Ihre Eltern waren Weinberger Karl (20.10.1889–09.12.1941) und Weinberger Ruth geb. Jacobsohn (17.02.1900–30.06.1943).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Hickman Aubrey Thomas, die Ehe wurde am 1950 in England geschlossen.

Sie starb am 02.04.2005 in Altrincham.

Weitere Angaben aus den Quellen: Hannah Hickman wurde 1928 in Hof geboren als erstes von drei Kindern der Juristenfamilie Karl und link(Ruth Weinberger (Jacobsohn)#32478). Sie kam wenig später mit ihren Eltern nach Würzburg. Hannah besuchte ab 1934 die öffentliche Volksschule, ab 1936 die Jüd. Volksschule in Würzburg. Während die Emigration ihrer Eltern und der Geschwister Michael und Elisabeth scheiterte, konnte sich Hannah im Juni 1939 mit einer Gruppe jüd. Kinder (Kindertransport) nach England retten; eine englische Lehrerin (Miss Gill) aus dem Bekanntenkreis der Familie erklärte sich zu ihrer Betreuung bereit, adoptierte sie später. Hannahs Mutter und ihre Geschwister wurden 1943 von Würzburg nach Auschwitz deportiert und ermordet. Großzügige Hilfe durch diese Frau, ihre Kolleginnen und Freunde, sowie eine Reihe englischer Stipendien ermöglichten ihre weitere Ausbildung. Gymnasium in Bristol; Studium an der University of London (1945-1948; B.A. in Philologie) und Bristol (1949/50; Pädagogisches Diplom). Sie arbeitete dann als Lehrerin für moderne Sprachen; ab 1972 an Gymnasien, Volkshochschulen; später als Dozentin an der University of Manchester und der University of Salford. 1976 Promotion in Germansitik, Manchester. Aus der Ehe mit A.T. Hickman hatte sie zwei Söhne und eine Tochter. [1016] Ehrenamtliche Arbeit im Save the Children Fund, Altrincham; 1959-1961 Vorstandsmitglied. Dr. Hannah Hickman verstarb 2005 mit 77 Jahren in Altrincham.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.