Simon Siegfried Jakob wurde am 22.08.1877 in Neidenstein geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Vernichtungslager Sobibor, Lager Westerbork, Utrecht, Neidenstein, Würzburg, Vught. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Jakob Babette geb. Grumbacher (Grombacher?) (um 1850–1927) und Jakob Benedikt (1845–1918).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Jakob Frieda geb. Schloß, die Ehe wurde am 1907 in Heidingsfeld geschlossen.
Sein Kind war Lenhardt (Levy), Lenhardt (urspr. Levy) Erna geb. Jakob (29.01.1909).
Er starb am 05.03.1943 in Vernichtungslager Sobibor.
Weitere Angaben aus den Quellen: Viehhändler. Aufgewachsen in einer Kaufmannsfamilie in der Gemeinde Neidenstein, Baden-Württemberg. Er besuchte eine Höhere Schule in der nahen Stadt Heilbronn bis zum Abitur. Militärdienst in Rastatt; Lehrzeit in Italien und Frankreich. Im Januar 1908 zog er von seinem Heimatort Neidenstein nach Würzburg. Er führte, zunächst mit dem Schwiegervater Bernhard Schloß, eine Großviehhandlung mit Stallung, zunächst in der Gerberstraße 14. Erster Weltkrieg: Unteroffizier; 1915 verwundet. Er leitete um 1916 bis 1918 die zwangsbewirtschaftete Fleisch- und Viehversorgung (Kriegswirtschaft) in Würzburg. Nach dem Krieg bis 1933(?) Vorsitzender des Viehhändlervereins Unterfranken. Mitglied im Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten und im jüd. Geselligkeitsclub Casino Würzburg. Verbot der Berufsausübung um 1935. Er emigrierte im Dezember 1936 mit der Ehefrau nach Holland und wohnte zuletzt in Utrecht. Am 2.März 1943 wurde er vom Westerbork, anscheinend allein, ins Vernichtungslager Sobibor deportiert und nach der Ankunft dort ermordet. [1016][1002][1003][1026].